Pharmakonzern erhöht Prognose
Bayer für Kampf um Monsanto gut gerüstet

Mitten im Übernahmepoker um Monsanto erhöht der Konzern sein Gewinnziel für 2016. Im zweiten Quartal schlug sich Bayer besser als erwartet. Der genaue Blick zeigt aber, dass es längst nicht in allen Sparten rund läuft.

FrankfurtZu Monsanto kein Wort. Anders als die Amerikaner, die sich bei der Vorlage ihres Quartalsergebnisses vor wenigen Wochen noch zum Stand der Gespräche mit Bayer geäußert hatten, verzichteten die Deutschen am Mittwoch auf eine Aussage zu dem Übernahmepoker. Konzernchef Werner Baumann will sich heute ganz auf die Zahlen für das zweite Quartal konzentrieren.

Für die Bayer-Aktionäre hatte der Vorstandchef ein Bonbon eingepackt: Er erhöht mitten in dem Übernahmepoker die Gewinnziele für das laufender Geschäftsjahr. Bayer hatte viele Anteilseigner mit der hohen Übernahmeofferte für Monsanto zuletzt verschreckt. Rund 58 Milliarden Euro bietet der Konzern mittlerweile für den weltgrößten Saatguthersteller.

Da kommt die Prognose-Anhebung gerade recht. Bayer verspricht nun, dass der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) in diesem Jahr im oberen einstelligen Prozentbereich zulegen wird. Bisher hatte er Konzern ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert. Der Umsatz soll leicht auf 46 bis 47 Milliarden Euro steigen.

Das bessere Ergebnis zeigte sich bereits im zweiten Quartal. „Unsere Life-Science-Geschäfte zeigten in Summe einen erfreulichen Umsatz- und Ergebniszuwachs“, erklärte Baumann. Von April bis Ende Juni steigerte der Konzern das bereinigte operative Ergebnis um 5,7 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro und lag damit ein gutes Stück über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg wechselkursbereinigt um 2,3 Prozent auf 11,83 Milliarden Euro.

Die Analyse der Zahlen zeigt allerdings: Die Verbesserung im zweiten Quartal sowie die höhere Prognose werden längst nicht von allen Bayer-Divisionen getragen. Verantwortlich für die Entwicklung ist wieder einmal das starke Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. In der Agrochemie und bei verschreibungsfreien Mitteln hingegen läuft es weniger rund.

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