Pharmakonzern

Lilly-Chef erwartet milliardenschwere Umsatzeinbrüche

Der US-Pharmakonzern Lilly verliert am Mittwoch sein wichtigstes Patent. Lilly-Chef John Lechleiter erwartet einen Umsatzeinbruch von bis zu fünf Milliarden. Das deutsche Gesundheitssystem sieht Lechleiter kritisch.
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Probe bei der Tabletten-Produktion (Symbolbild): „In der Forschung mag Deutschland gut sein, aber die Branche ist ein Schatten ihrer früheren Größe“. Quelle: picture-alliance/ dpa

Probe bei der Tabletten-Produktion (Symbolbild): „In der Forschung mag Deutschland gut sein, aber die Branche ist ein Schatten ihrer früheren Größe“.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

New YorkDer Chef des Pharmakonzerns Lilly, John Lechleiter, bereitet sein Unternehmen auf ein turbulentes Jahr vor. Am Mittwoch verliert der Konzern in den USA das Patent für den größten Kassenschlager der Unternehmensgeschichte. Künftig wird das Antidepressivum Cymbalta auch in einer billigeren Generika-Version erhältlich sein. Im März verliert der Konzern ein weiteres Patent – insgesamt werde das den Konzern Umsatzeinbrüche in Höhe von vier bis fünf Milliarden Dollar kosten, sagt er im Gespräch mit dem Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Zwar werde Lilly in den kommenden Monaten vier neue Medikamente auf den Markt bringen. „Doch das kann man nicht in einem Jahr mit neuen Produkten wieder rein holen“, räumt Lechleiter ein.

Das deutsche Gesundheitssystem betrachtet der vor allem auf Diabetes-Produkte spezialisierte Konzern kritisch. Das vor zwei Jahren verabschiedete Arzneimittelgesetz sei Gift für Innovationen. „In der Forschung mag Deutschland gut sein, aber die Branche ist ein Schatten ihrer früheren Größe“, kritisiert der Lilly-Chef.

In den 1970er Jahren hätten viele Harvard-Professoren deutsche Pharma-Firmen beraten. „Heute werden die Labors in Boston gebaut“, sagt Lechleiter. „Das ist kein Zufall.“

Den vollständigen Handelsblatt-Artikel zum Thema finden Sie zum Download in unserem Kaufhaus der Weltwirtschaft unter www.kaufhaus.handelsblatt.com.

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