Pharmakonzern
Merck steigert Gewinn um 67 Prozent

Der US-Pharmakonzern Merck hat seine Forschungs- und Entwicklungsausgaben zurückgefahren und so einen ordentlichen Gewinnanstieg verbucht. Analysten hatten trotzdem mehr erwartet.
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ChicagoDer US-Arzneimittelhersteller Merck & Co hat zu Jahresbeginn mit Kosteneinsparungen und einer starken Tiermedizinsparte Schwachstellen in seinem Pharmageschäft ausgebügelt. Der Gewinn sprang im ersten Quartal um zwei Drittel auf 1,74 Milliarden Dollar, teilte der Bayer -Konkurrent am Freitag mit. Vor Sonderposten verdiente Merck & Co 99 Cent je Aktie, ein Cent mehr als von Analysten erwartet. An der Börse konnte Merck & Co damit aber nicht punkten. Die Merck-Aktie büßte im US-Handel um 0,3 Prozent ein.

Der Umsatz legte lediglich um ein Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten etwas mehr erwartet. Die Erlöse mit dem Top-Medikament Singulair zur Behandlung von Asthma lagen mit 1,34 Milliarden Dollar ebenfalls nur geringfügig über dem Wert vor Jahresfrist. Das Geschäft mit dem Präparat, das im August den Patentschutz in den USA verlieren dürfte, wuchs damit merklich weniger als zuletzt. Insgesamt erzielte Merck in seinem Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien ein Umsatzplus von drei Prozent.

Wichtigster Wachstumstreiber im Pharmageschäft sind inzwischen die Diabetes-Arzneien Januvia und Janumet, auf die Merck-Chef Kenneth Frazier für die nächsten Jahre baut. Beide Präparate sollen für einen Ausgleich sorgen, wenn sich die Umsätze mit Singulair weiter abschwächen. Die scharfe Generika-Konkurrenz spürt Merck & Co bereits beim Blutdruck-Mittel Comzaar. Dessen Umsätze brachen um 21 Prozent auf 336 Millionen Dollar ein.

Ein Lichtblick war zum Jahresstart das Geschäft mit Tierarzneien, wo die Umsätze um acht Prozent zunahmen. Auch die Geschäfte mit rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitspräparaten wuchsen deutlich kräftiger als der Pharmabereich insgesamt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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