Pharmakonzern

Merck will angeblich Allergiesparte verkaufen

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck erwägt einem Medienbericht zufolge den Verkauf seines Allergiegeschäfts. Der Verkauf könnte dem Unternehmen etwa 600 Millionen Euro in die Kasse spülen und somit die Schulden reduzieren.
Der Pharmakonzern könnte sein Allergiegeschäft verkaufen. Quelle: PR
Merck

Der Pharmakonzern könnte sein Allergiegeschäft verkaufen.

(Foto: PR)

BangaloreDer Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck denkt einem Medienbericht zufolge über den Verkauf seiner Tochter Allergopharma nach. Mit dem Schritt könnten die Darmstädter ihre Schulden reduzieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen.

Die Veräußerung des Herstellers von Medikamenten zur Behandlung von Allergien könnte Merck rund 600 Millionen Euro einbringen. Die Tochter dürfte das Interesse von Konkurrenten und Finanzinvestoren auf sich ziehen. Die Überlegungen befänden sich aber noch in einem frühen Stadium. Das Management könnte sich deshalb auch noch dagegen entscheiden. Bei Merck war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Allergopharma gehört seit über 40 Jahren mehrheitlich zu Merck. Das Unternehmen ist seit Ende 2012 vollständig im Besitz des Traditionskonzerns. Merck hatte erst vor kurzem mit dem Kauf des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich für 17 Milliarden Dollar die größte Übernahme in der Firmengeschichte eingetütet.

  • rtr
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