Pharmakonzern
Novartis hebt Prognose an

Gute Zeiten für Novartis: Die Konkurrenz ist nicht so stark wie befürchtet, Umsatz- und Gewinnzahlen stimmen optimistisch. Dabei verdiente Novartis im dritten Quartal weniger und nährt Spekulationen um Spartenverkäufen.
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ZürichDer Schweizer Pharmakonzern Novartis hat seine Jahresprognose erhöht. Die Konkurrenz durch Nachahmerprodukte für den Top-Umsatzbringer Diovan sei weniger stark als befürchtet und neue Medikamente verkauften sich gut, begründete der Basler Arzneimittelhersteller am Dienstag seine optimistischere Einschätzung. Novartis rechnet unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen nun mit einem Anstieg des Umsatzes um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag statt nur um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn dürfte den Vorjahreswert erreichen oder übertreffen und nicht wie bisher veranschlagt um einen niedrigen einstelligen Prozentbetrag zurückgehen.

Im dritten Quartal verdiente Novartis allerdings weniger. Unter dem Strich standen im Zeitraum Juli bis September 2,26 Milliarden Dollar Gewinn. Das sind sechs Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Konzern verfehlte damit die Erwartungen der Analysten. Diese hatten im Schnitt 2,69 Milliarden Dollar prognostiziert.

Die Überprüfung des Geschäftsportfolios ist derweil noch nicht abgeschlossen. Wesentlich sei, dass eine Sparte eine globale Reichweite und eine kritische Größe habe, erklärte Konzernchef Joseph Jimenez am Dienstag. „Es gibt drei Geschäftsbereiche, die das erfüllen - das Pharma-Geschäft, Alcon und das Generika-Geschäft.” Diese Sparten erzielten rund zehn Milliarden Dollar oder mehr Umsatz pro Jahr und seien weltweit aufgestellt.

Novartis hat noch zwei weitere Divisionen - Impfstoffe und Diagnostik sowie Consumer Health, in der das Geschäft mit nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und mit Tiergesundheit zusammengefasst ist. Der seit August amtierende Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hat eine Überprüfung des Geschäftsportfolios auf den Weg gebracht. Er hat damit Spekulationen losgetreten, dass kleinere Divisionen verkauft, ausgegliedert oder in andere Geschäftsbereiche integriert werden könnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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