Pharmakonzern
Pfizer macht Frankfurter Werk dicht

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer stellt seine Produktion in Frankfurt ein. Für die aktuell noch 175 Beschäftigten soll nach Lösungen gesucht werden.

HB FRANKFURT. Das Werk im Industriepark Frankfurt Höchst werde bis Mitte 2009 geschlossen, kündigte der Konzern am Donnerstag an. Pfizer beschäftigte in Frankfurt 340 Mitarbeiter. Davon seien 165 dieses Jahr bereits ausgeschieden oder hätten andere Stellen innerhalb des Konzerns angenommen, erklärte das Unternehmen.

Bis Jahresende werde es dank einer Betriebsvereinbarung keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Pfizer hatte in Frankfurt Höchst ausschließlich das inhalierbare Insulin Exubera hergestellt. Vor rund einem Jahr hatte der Konzern angekündigt, sich von dem Mittel zu trennen. Exubera galt einst als Hoffungsträger für Pfizer mit geschätzten Umsätzen von in der Spitze rund zwei Mrd. Dollar im Jahr. Es hatte allerdings nie die hochgesteckten Erwartungen erfüllt und erwies sich als Umsatzflop. Auch andere Konzerne wie Eli Lilly und Novo Nordisk hatten ihre Programme zur Entwicklung inhalierbaren Insulins eingestellt.

Pfizer habe nach dem Ausstieg aus Exubera nach anderen Möglichkeiten für das Werk in Frankfurt gesucht. Auch ein Verkauf des Standorts sei geprüft worden, erklärte das Unternehmen. Keiner dieser Vorschläge habe sich jedoch umsetzen lassen. In ganz Deutschland hat Pfizer nach eigenen Angaben rund 4500 Beschäftigte. Im vergangenen Jahr erzielte Pfizer hier zu Lande 1,6 Mrd. Euro Umsatz.

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