Pharmakonzern Stada beglückt neue Besitzer mit steigendem Gewinn

Nach der Übernahme durch Bain und Cinven erfreut Stada die neuen Eigner mit Umsatz- und Gewinnzuwächsen. Gute Geschäfte mit Marken- und Nachahmermedikamenten spülen dem Arzneimittelhersteller kräftig Geld in die Kassen.
Update: 09.11.2017 - 11:39 Uhr Kommentieren
Bain und Cinven wollen mit dem Arzneimittelhersteller global expandieren und dabei auch Zukäufe nutzen. Quelle: dpa
Stada

Bain und Cinven wollen mit dem Arzneimittelhersteller global expandieren und dabei auch Zukäufe nutzen.

(Foto: dpa)

Bad VilbelGute Geschäfte mit rezeptfreien Markenprodukten und Nachahmermedikamenten haben den Arzneimittelhersteller Stada im dritten Quartal angetrieben. Trotz Beratungskosten wegen der jüngsten Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven stieg auch der Gewinn, wie der MDax-Konzern am Donnerstag in Bad Vilbel mitteilte.

Von Juli bis Ende September konnte der Grippostad-Hersteller seinen Umsatz um 9 Prozent auf knapp 555 Millionen Euro erhöhen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 12 Prozent auf 99,4 Millionen Euro. Unterm Strich stand ein Gewinn von 18,9 Millionen Euro nach 18,3 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Bain und Cinven hatten Stada im August nach langer Übernahmeschlacht im zweiten Anlauf gekauft. Mit einem Preis von 5,3 Milliarden Euro war es eine der teuersten Übernahmen einer deutschen Firma durch Finanzinvestoren. Bain und Cinven wollen mit Stada global expandieren und dabei auch Zukäufe nutzen. Zuletzt hatte der frühere Ratiopharm-Chef Claudio Albrecht das Ruder übernommen.

Das sind die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 10: Gilead Sciences
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Der US-Biotechkonzern beschäftigt etwa 8.000 Mitarbeiter und hat seinen Sitz in Kalifornien. Bekannt wurde es vor allem durch seine „1000-Dollar-Pille“ Sovaldi, ein wirksames, aber sehr teures Mittel gegen Hepatitis C. Umsatz 2017: 28,5 Milliarden Dollar.

(Quelle: Unternehmensangaben; Financial Times; Thomson Reuters)

Platz 8: Glaxo-Smithkline
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Die Briten sind stark im Impfgeschäft und haben Mittel gegen Depressionen und Atemwegserkrankungen im Portfolio. Der Konzern – dessen Sitz in London ist – kam 2017 auf einen Umsatz von etwa 40 Milliarden Dollar.

Platz 8: Merck & Co.
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Ebenfalls auf dem achten Platz finden sich die Amerikaner ein, die stark im Impfgeschäft und in der Frauengesundheit sind. Zusätzlich vermarkten sie auch Medikamente für Tiere. Pharmaumsatz 2017: 40 Milliarden Dollar.

Platz 7: Sinopharm
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Auch das chinesische Unternehmen Sinopharm (Beispielbild) hat es in die Top10 geschafft. Im Jahr 2017 konnte es insgesamt etwa 41,3 Milliarden Dollar umsetzen.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 5: Sanofi
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Die Franzosen haben eine starke Basis in Deutschland und kommen auf einen Pharmaumsatz von 43,3 Milliarden Dollar. Die wichtigsten Medikamente sind das Diabetesmittel Lantus und das Herz-Kreislaufmittel Plavix. Bekannter dürfte das Schlafmittel Stilnox sein.

Platz 4: Novartis
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Die Schweizer sind seit dem Jahr 2014 von dem ersten Platz auf den vierten Platz abgerutscht. Rund 49,2 Milliarden Dollar konnten sie im Jahr 2017 umsetzen. Novartis ist stark bei Krebsmitteln. Bekannte Marken sind das Schmerzmittel Voltaren und das Leukämiemittel Glivec.

Die Finanzinvestoren wollen einen Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abschließen, um bei Stada durchzuregieren. Darüber müssen die Aktionäre noch auf einer außerordentlichen Hauptversammlung abstimmen. Diese soll im ersten Quartal 2018 stattfinden, wie ein Stada-Sprecher auf Anfrage sagte.

Das Unternehmen bestätigte seine Ziele für 2017, kündigte aber ein gemessen am dritten Quartal schwächeres letztes Jahresviertel an. Grund seien Marketingkosten und Währungseffekte, etwa wegen des schwachen britischen Pfunds und russischen Rubels.

  • dpa
  • rtr
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