Pharmakonzern Steuerreform drückt Merck tief in die roten Zahlen

Merck & Co. muss wegen der US-Steuerreform einen hohen Quartalsverlust hinnehmen. Hoffnung macht aber ein wichtiges Krebsmittel.
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Merck & Co.: Größerer Quartalsverlust wegen US-Steuerreform Quelle: AP
Merck & Co.

Der US-Pharmakonzern muss größere Verluste wegen der Steuerreform hinnehmen.

(Foto: AP)

FrankfurtDie US-Steuerreform hat den amerikanischen Pharmakonzern Merck & Co tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Der Nettoverlust erhöhte sich im vierten Quartal auf 872 Millionen Dollar von einem Minus von 594 Millionen Dollar vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Merck senkte zwar seine Kosten für Forschung und Entwicklung im vergangenen Jahresviertel um 56 Prozent auf 2,06 Milliarden Dollar. Belastend wirkten sich aber Aufwendungen von 2,6 Milliarden Dollar wegen der von US-Präsident Donald Trump durchgesetzten Steuerreform aus. Der Umsatz kletterte derweil um drei Prozent auf 10,4 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr setzte Merck mit 40,1 Milliarden Dollar ein Prozent mehr um als im Vorjahr, der Nettogewinn sank um mehr als ein Drittel auf 2,6 Milliarden Dollar. Neben der Steuerreform drückten auch Sonderaufwendungen für eine Krebs-Allianz mit dem Pharmakonzern Astra-Zeneca auf das Ergebnis. 2018 peilt Merck einen Umsatz von 41,2 bis 42,7 Milliarden Dollar an.

Schwung kommt vor allem von Mercks größtem Hoffnungsträger, der Krebsimmuntherapie Keytruda. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit dem Mittel 3,8 Milliarden Dollar um, nachdem es 2016 noch 1,4 Milliarden waren. Keytruda ist inzwischen das zweitumsatzstärkste Medikament von Merck und hat damit andere Kassenschlager wie die Cholesterinsenker Zetia/Vytorin und den HPV-Impfstoff Gardasil überholt.

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