Pharmakonzern übertrifft die Erwartungen – Generika-Bereich stagniert
Novartis-Chef Vasella sucht weitere Übernahmekandidaten

Daniel Vasella, Chef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, bleibt angriffslustig: Er halte Ausschau nach Zukäufen, sagte Vasella am Rande der Präsentation der Novartis-Quartalszahlen dem Handelsblatt. Allerdings käme es ihm darauf an, Mehrwert für Novartis zu schaffen. Zukäufe seien denkbar im Pharmageschäft, im Generikabereich und im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten (OTC) – und zwar in dieser Reihenfolge.

oli BASEL. Novartis befindet sich in einer guten Position: Vasella unterstrich gestern das seit zehn Quartalen anhaltende überdurchschnittliche Wachstum des Unternehmens. Die Basler hatten sich im Frühjahr bei der Übernahme von Aventis engagiert, waren aber letztlich an der ablehnenden Haltung der französischen Regierung gescheitert.

Im ersten Halbjahr hat Novartis bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt und die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 13,61 Mrd. Dollar. In lokalen Währungen entspricht dies einer Steigerung von neun Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 17 Prozent auf 3,29 Mrd. Dollar.

Dass der Umsatz so stark gestiegen ist, verdankt Novartis zur Hälfte der Tatsache, dass mehr Medikamente verkauft wurden. Fünf Prozentpunkte des Zuwachses sind darüber hinaus auf günstige Währungseinflüsse zurückzuführen. Der Rest kam durch kleinere Akquisitionen und Preiserhöhungen.

Novartis stützt sich auf die beiden Pfeiler Pharma und Consumer Health. Letzterer umfasst unter anderem Herstellung und Verkauf von OTC-Medikamenten sowie das Geschäft mit Nachahmer-Präparaten. Im Pharma-Bereich steigerten die Schweizer den Umsatz um 17 Prozent auf 8,9 Mrd. Dollar. Dazu trug vor allem der florierende Absatz des Herz-Kreislauf-Medikaments Diovan bei. Aber auch eine Umorganisation brachte den gewünschten Erfolg: Novartis hat die Bereiche Onkologie, Transplantation und Augenheilmittel unter dem Dach „Spezialmedizin“ zusammengefasst. Ein Drittel des Pharmaumsatzes stammt inzwischen von dieser Sparte, die im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 22 Prozent zulegen konnte.

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