Pharmakonzern
US-Geschäft soll Biotest voranbringen

Das deutsche Pharmaunternehmen Biotest will Gewinn und Umsatz in diesem Jahr um bis zu 15 Prozent steigern und setzt dabei auf das US-Geschäft. Den Aktionären stellte das Management eine höhere Dividende in Aussicht.
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FrankfurtDer Ausbau des US-Geschäfts soll Biotest im laufenden Jahr Schub geben. Das Pharmaunternehmen aus Dreieich bei Frankfurt will 2013 seinen Konzernumsatz um zehn bis 15 Prozent steigern und auch seinen Betriebsgewinn (Ebit) im gleichem Ausmaß vergrößern, wie es am Montag ankündigte. Zwar rechnet das Unternehmen damit, dass die Preise für die von Biotest produzierten Plasmaproteine eher niedrig bleiben. Eine Verschärfung des Preisdrucks erwartet das Unternehmen aber nicht. Die Biotest-Vorzugsaktie gewann zeitweise 2,6 Prozent auf 55,32 Euro.

Biotest konzentriert sich auf Plasmaprotein-Produkte sowie auf die Entwicklung von Arzneien gegen Blutkrebs und Arthritis. Aus Blut gewonnene Gerinnungsfaktoren und Immunglobuline werden bei Erkrankungen des Immunsystems, Gerinnungsstörungen und bei schweren Verletzungen eingesetzt. Im vergangenen Jahr legte der Überschuss um fast ein Viertel auf 23,1 Millionen Euro zu, der Umsatz klettert um 4,3 Prozent auf 440 Millionen Euro. Den Aktionären stellte das Management eine Anhebung der Dividende um sechs Cent auf 0,50 Euro je Stammaktie und 0,56 Euro je Vorzugsaktie in Aussicht.

Das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen hatte im Dezember auf dem weltgrößten Pharmamarkt USA die lang ersehnte Zulassung für sein Immunpräparat Bivigam erhalten. Seit Anfang Februar ist Bivigam auf dem Markt. In den USA lassen sich mit Immunglobulinen deutlich höhere Preise erzielen als etwa in Deutschland. Biotest traut dem Mittel, das gegen Antikörper-Mangelsyndrome eingesetzt werden soll, Spitzenerlöse von 100 Millionen Dollar im Jahr zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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