Pharmakonzern
Verfahren gegen Glaxo-Smithkline eingeleitet

Mit einem ausgeklügelten System soll Glaxo-Smithkline in China Ärzte und Krankenschwestern bestochen haben. Nun leiten auch Behörden im Heimatland des Pharmariesen ein Verfahren ein.
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LondonDer britische Pharmakonzern Glaxo-Smithkline (GSK) gerät nach einem Korruptionsskandal in China auch in seinem Heimatland ins Visier der Behörden. Das Serious Fraud Office leitete gegen GSK und seine Tochterfirmen ein Verfahren ein, wie die Ermittler am Dienstag mitteilten.

Dabei gehe es um die Geschäftspraktiken des Konzerns. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Der Marktführer in Großbritannien erklärte, mit den Ermittlern zusammenarbeiten zu wollen. Man wolle sich nach höchsten moralischen Standards verhalten. Das Serious Fraud Office ist eine Behörde, die bei großen Betrugs- und Korruptionsfällen ermittelt.

Die chinesischen Behörden werfen GSK vor, mit einem ausgeklügelten System Ärzte und Krankenschwestern bestochen zu haben. In diesem Zusammenhang wurde gegen den früheren Chef der GSK-Tochter in China und mehrere Kollegen Anklage erhoben.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern die Zahlung von Schmiergeld als "beschämend" bezeichnet. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben auch Korruptionsvorwürfen in Polen, dem Irak, Jordanien und dem Libanon nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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