Pharmakonzern wächst weiter mit günstigen Medikamenten
Stadas Nachahmermedikamente sind gefragt

Nach kräftigen Gewinn- und Umsatzschüben in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat der Pharmakonzern Stada auch für 2004 die Weichen auf Wachstum gestellt. Dabei profitiert der Anbieter preiswerter Nachahmermedikamente weiter vom Sparzwang im Gesundheitswesen.

HB FRANKFURT. Der Nettogewinn sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf 34,8 Mill. € gestiegen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstag mit. Der Konzernumsatz kletterte um 17 % auf 545,7 Mill. €. Dazu hätten vor allem der Umsatz der Kernsegmente Generika, Markenprodukte und Spezialpharmazeutika beigetragen. Zudem habe Stada den Ausbau seines internationalen Geschäftes in Europa, Nordamerika und Asien vorantreiben können.

Ausblickend stellte Stada unverändert für 2003 und 2004 prozentual zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn in Aussicht. Das Unternehmen mit Stammsitz in Bad Vilbel bei Frankfurt stellt Nachahmerpräparate von Originalmedikamenten her, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist. Dabei profitiert Stada vom zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen und der damit verbunden Nachfrage nach günstigeren Medikamenten.

In den vergangenen neun Monaten habe Stada konzernweit 241 neue Produkte auf den Markt gebracht, teilte das Unternehmen mit. Darunter seien erneut wichtige Generika-Produkte gewesen, beispielsweise der Cholesterinsenker Simvastatin. Allein in Deutschland, dem wichtigsten europäischen Markt für Stada, sei der Umsatz mit preiswerten Nachahmerprodukten um 21 % auf 211,2 Mill. € gestiegen. Insgesamt setzte Stada in Deutschland 286,3 Mill. € um - ein Plus von 15 % binnen Jahresfrist.

Zudem habe Stada sein Geschäft in Ländern wie Spanien und Frankreich ausbauen können. Dazu hätten teilweise auch Akquisitionen beigetragen. Stada stellte weitere Zukäufe in Aussicht, die der Konzern mit dem Geld aus der im Oktober abgeschlossenen Kapitalerhöhung finanzieren will.

Nach eigenen Angaben ist Stada gemessen am Umsatz weltweit die Nummer 14 unter den Generika-Produzenten. Das Unternehmen ist in Deutschland nach den privatrechtlich geführten Generika-Konkurrenten Ratiopharm und Hexal der drittgrößte Hersteller von Nachahmerpräparaten.

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