Pharmakonzerne: Ermittlungen gegen Novartis und Roche

Pharmakonzerne
Ermittlungen gegen Novartis und Roche

Die italienische Justiz ermittelt gegen vier Manager der Pharmakonzerne Novartis und Roche. Sie sollen versucht haben, den Einsatz eines günstigen Medikamentes zu verhindern und dafür ein teureres durchzusetzen.
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RomDie Staatsanwaltschaft in Rom hat Justizkreisen zufolge Ermittlungen gegen vier Manager der Schweizer Pharmakonzerne Novartis und Roche eingeleitet. Die Behörden gingen dem Verdacht nach, dass sich die Unternehmensvertreter der Marktmanipulation und des Betrugs schuldig gemacht hätten, hieß es am Freitag. Die Namen der Verdächtigen wurden zunächst nicht bekannt.

Novartis lehnte eine Stellungnahme ab. Roche erklärte, der Konzern habe von der Staatsanwaltschaft keine Informationen über Ermittlungen gegen seine Mitarbeiter. Gegen die beiden Konzerne aus Basel hatte die italienische Wettbewerbsbehörde jüngst Bußgelder wegen Absprachen rund um Augenmedikamente verhängt. Beide wiesen die Vorwürfe zurück.

Je rund 90 Millionen Euro sollen Roche und Novartis zahlen, weil sie sich nach Ansicht der Kartellwächter abgesprochen haben, um den Einsatz des Roche-Medikaments Avastin gegen die Augenkrankheit AMD zu verhindern. Stattdessen sollten Ärzte das wesentlich teurere Mittel Lucentis verschreiben, das beide Konzerne vermarkten. Die Schweizer kündigten Berufung gegen die Entscheidung der Wettbewerbshüter an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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