Pharmakonzerne gegen Todesstrafe „Unsere Arzneimittel sollen das Leben verlängern“

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Warum der Einsatz der Substanz bei der Todesstrafe umstritten ist

Amnesty International: 2016 weniger Hinrichtungen - mehr Todesurteile

Amnesty International: 2016 weniger Hinrichtungen - mehr Todesurteile

Vor mehreren Jahren hatte Fresenius strenge Lieferkontrollen eingeführt. Damit wollte der Konzern sicherstellen, dass die „Medikamente Patienten in Kliniken erreichen und nicht an Gefängnisse zum Einsatz bei der Todesstrafe ausgeliefert werden“, sagte der Fresenius-Sprecher.

In der Europäischen Union gilt ein Exportverbot für Produkte, die für Hinrichtungen verwendet werden könnten. Dass die Arzneimittel für die Todesstrafe ausgehen ist nicht neu, Engpässe gibt es immer wieder mal. Normalerweise wird Midazolam bei Schlafstörungen und als Betäubungsmittel bei Operationen eingesetzt. Der Einsatz der Substanz bei Hinrichtungen ist höchst umstritten, weil der Tod besonders qualvoll ist.

Die geplanten Exekutionen haben zu einem rechtlichen Hin und Her geführt. Der Bundesstaat Arkansas wollte ursprünglich vom 17. bis zum 27. April acht zum Tode verurteilte Straftäter hinrichten lassen. Bereits am vergangenen Samstag hatte eine Bundesrichterin alle Hinrichtungen vorübergehend gestoppt. Ein Berufungsgericht hatte diese Entscheidung am Montag gekippt.

Wiederum in einem anderen Verfahren setzte der Supreme Court von Arkansas zwei für Ostermontag vorgesehene Hinrichtungen aus. Der Oberste Gerichtshof der USA bestätigte den Beschluss. Am Donnerstagabend kam es dann doch zur ersten Hinrichtung.

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