Pharmakonzerne
Roche setzt auf Genentech-Aktionäre

Der Pharmakonzern Roche zeigt sich von der Ablehnung seiner gesenkten Offerte für die angestrebte Komplettübernahme seiner US-Biotechtochter Genentech wenig beeindruckt. Roche habe sein Angebot dargelegt und die Entscheidung liege bei den Aktionären, stellt ein Konzersprecher klar.

HB ZÜRICH. Der Genentech-Verwaltungsrat hatte am Montag die Aktionäre formell aufgefordert, nicht auf das Roche-Übernahmeangebot einzugehen. Das habe man zu Kenntnis genommen, erklärte der Sprecher.

Die Ablehnung der Offerte durch Genentech kommt nicht überraschend, da das Management schon das ursprüngliche Angebot über 89 Dollar je Aktie zurückgewiesen hatte. Ende Januar hatte Roche den Druck erhöht und seine Offerte auf 86,50 Dollar je Aktie oder 42 Mrd. Dollar reduziert, um die sich seit Juli hinziehende Angelegenheit zu beschleunigen. Die Schweizer, die bis dahin auf eine einvernehmliche Verhandlungslösung gesetzt hatten, hatten sich mit dieser Offerte über das Genentech-Management hinweg direkt an die Aktionäre gewandt.

Der Genentech-Verwaltungsrat hält 112 Dollar je Aktie für angemessen. Dieser Preis ist nach Einschätzung von Schweizer Analysten zu hoch. Der Vontobel-Analyst Andrew Weiss glaubt aber, dass Roche am Ende zwischen 95 und 100 Dollar je Aktie zahlen muss. Nach Angaben aus Bankenkreisen ist Roche derzeit dabei, die Finanzierung der Übernahme zusammenzustellen. Die Rede war von sechs Dollar-Anleihen mit Laufzeiten zwischen einem und 30 Jahren.

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