Pharmariese Novartis
Neue Medikamente spülen Geld in die Kasse

Erlös aus Beteiligungsverkauf: Der Schweizer Arzneimittelhersteller Novartis kann seinen Reingewinn um 45 Prozent erhöhen. Der Konzern wertet den Erfolg als weitere Bestätigung seiner Jahresprognose.
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ZürichDer Verkauf einer Beteiligung hat dem Pharmakonzern Novartis einen Gewinnsprung beschert. Zudem punktete der Schweizer Arzneimittelhersteller mit neueren Medikamenten und profitierte von Sparmaßnahmen. „Wir sind auf dem Weg, ein fokussierteres und rentableres Unternehmen zu werden“, sagte Konzernchef Joseph Jimenez am Dienstag.

Der Reingewinn stieg im dritten Quartal binnen Jahresfrist um 45 Prozent auf 3,24 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 2,5 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktien kletterten an der Börse um 2,4 Prozent. Nahezu alle Schlüsselprodukte hätten stärker als erwartet zugelegt, erklärte ein Analyst.

Der Ausstieg aus der US-Firma Idenix spülte rund 800 Millionen Dollar in die Kasse des Pharmariesen. Novartis verkaufte seien Beteiligung an den amerikanischen Rivalen Merck & Co, der für den Hersteller von Hepatitis-C-Medikamenten im Sommer fast vier Milliarden Dollar auf den Tisch legte.

Auch operativ lief es rund bei dem Konzern aus Basel. Kräftig anziehende Verkäufe neuerer Medikamente machten Einbußen beim Umsatzrenner Diovan infolge billigerer Generika-Konkurrenz mehr als wett. Die Verkaufserlöse der seit 2009 auf den Markt gebrachten Präparate wuchsen um 21 Prozent. Arzneien wie die Tablette Gilenya zur Behandlung von Multipler Sklerose, die Krebsmedikamente Afinitor und Tasigna oder neue Präparate zur Behandlung von Raucherhusten tragen inzwischen ein Drittel zum Konzernumsatz bei.

Die Verkaufserlöse mit dem Blutdrucksenker Diovan, einst das umsatzstärkste Medikament des Konzerns, halbierte sich auf 420 Millionen Dollar. Insgesamt steigerte Novartis den Umsatz im abgelaufenen Vierteljahr um vier Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar.

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