Pharmariese Roche
Neues Alzheimer-Mittel fällt durch

Rückschlag für den Schweizer Pharmariesen Roche: Ein neues Alzheimer-Medikament hat in einer klinischen Studie nicht die gewünschten Erfolge erzielt. Die Markteinführung ist in weite Ferne gerückt.
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ZürichDer Schweizer Pharmariese Roche hat mit einem neuen Alzheimer-Medikament einen Rückschlag erlitten. Das Mittel Crenezumab habe in einer klinischen Studie das angepeilte Ziel verfehlt, teilte Roche am Mittwoch mit. Crenezumab schaffte es nicht, den Krankheitsverlauf bei Patienten mit milder bis mittelstarker Ausprägung der Demenzerkrankung statistisch signifikant zu verlangsamen.

Bei an der milden Form erkrankten Alzheimer-Patienten, die mit hohen Dosen der Arznei behandelt wurden, war aber ein Trend zur Verbesserung erkennbar. Roche will die Studiendaten analysieren und dann entscheiden, wie es mit Crenezumab weitergeht.

Die Ergebnisse der Phase-II-Studie wurden beim Kongress der Alzheimer-Mediziner in Kopenhagen veröffentlicht. Roche entwickelt Crenezumab zusammen mit der Schweizer Biotechfirma AC Immune, die den Wirkstoff entdeckt hat. Jede neue Arznei muss vor einer Zulassung erst drei Phasen der Erprobung am Menschen bestehen.

An der häufigsten und bislang unheilbaren Demenzerkrankung leiden weltweit 44 Millionen Menschen und bis 2050 droht eine Verdreifachung der Patientenzahl. Konzerne wie Roche, Johnson & Johnson, Eli Lilly und Merck arbeiten intensiv an neuen Therapien, bislang allerdings kaum mit Erfolg. 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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