Pharmaunternehmen
Stada ergattert drei große Aufträge von Krankenkassen

Stada liefert künftig zahlreiche Wirkstoffe an die AOK, die Barmer und die Techniker Krankenkasse. Bei drei Ausschreibungen erhielt der Pharmakonzern den Zuschlag. Die Anleger honorierten die Nachricht.
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FrankfurtDer Arzneimittelhersteller Stada hat bei den jüngsten Ausschreibungen der drei größten Krankenkassen den Zuschlag für zahlreiche Wirkstoffe gewonnen. Das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt konnte bei den Ausschreibungen der AOK, der Techniker Krankenkasse und der Barmer GEK insgesamt 84 seiner Wirkstoffe unterbringen, davon 29 exklusiv, wie Stada am Freitag mitteilte. Dabei ist auch das umsatzstarke Magenmittel Omeprazol. An der Börse kam die Nachricht gut an: Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie gewann 1,7 Prozent.

Bei der AOK lief inzwischen die zehnte Rabattrunde. Sie hatte diesmal ein Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Stada erhielt Zuschläge für 18 seiner Wirkstoffe in den verschiedensten Regionen. Die neuen zweijährigen Verträge treten im Juni in Kraft. In der achten Ausschreibung der Techniker Krankenkasse kam Stada mit 55 Wirkstoffen zum Zug. Bei der Barmer GEK, die das vierte Mal Rabattverträge ausschrieb, konnte Stada mit elf Arzneimitteln punkten. Auch bei den beiden Kassen gelten die neuen Verträge für zwei Jahre.

Die Krankenkassen erhalten durch die Rabattverträge die Präparate von den Unternehmen billiger. Apotheker dürfen an die Versicherten der entsprechenden Kassen dann nur noch Wirkstoffe der Hersteller aushändigen, die die Ausschreibungen gewonnen haben. Allein wegen der Größe der drei Krankenversicherungen haben die Verträge mit der AOK, der Techniker Krankenkasse und der Barmer GEK einen starken Einfluss auf Umsatz und Gewinn der Pharmafirmen. Die AOK schreibt bereits seit Ende 2006 Rabattverträge aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Pharmaunternehmen: Stada ergattert drei große Aufträge von Krankenkassen"

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  • Armes Deutschland...es geht immer nur um Kohle (Nebenwerteindex MDax notierte Aktie gewann 1,7 Prozent) und der Patient hat das nachsehen denn Billiger ist ja nicht gleich gut oder besser

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