Pharmazulieferer: Gerresheimer mit Umsatzplus

Pharmazulieferer
Gerresheimer mit Umsatzplus

Begeisterung bei den Anlegern: Der Verpackungshersteller Gerresheimer verzeichnet zum Jahresauftakt ein kräftiges Umsatzplus. Grund dafür seien die hohe Nachfrage der Pharmaindustrie und der Zukauf in Indien.
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DüsseldorfFlorierende Geschäfte mit der Pharmaindustrie haben dem Verpackungshersteller Gerresheimer zum Jahresauftakt ein kräftiges Umsatzplus beschert. Allerdings zahlte sich das nicht in gleichem Maße in klingelnder Münze aus. Dennoch waren die Anleger begeistert und griffen zu: Der Aktienkurs stieg am Mittwoch zeitweise um mehr als sieben Prozent auf 46,80 Euro und markierte damit ein Allzeithoch. Analysten von Equinet und der DZ Bank blieben indes vorsichtig und behielten ihre Empfehlung "Hold" bei. Das Umsatzplus sei überraschend, die geschrumpfte Marge aber eine Enttäuschung, hieß es unisono.

Im ersten Quartal des seit Dezember laufenden Bilanzjahres 2012/13 stiegen die Erlöse um 10,4 Prozent auf 294,7 Millionen Euro, wie der Düsseldorfer Konzern mitteilte. Als Gründe für den Umsatzschub nannte Vorstandschef Uwe Röhrhoff die unverändert hohe Nachfrage der Pharmaindustrie und den Zukauf in Indien. „Das gute Umsatzplus im ersten Quartal ist insbesondere auf gestiegene Umsätze im Bereich Plastic Systems zurückzuführen.“ Vor allem seien diese Erlöse mit Entwicklungsleistungen und Werkzeugen gestiegen, die die Voraussetzung für zukünftiges Geschäft mit medizinischen Applikationssystemen seien. „Insgesamt ist die Nachfrage nach Pharmaprodukten weiterhin gut“, betonte Röhrhoff.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte indes nur leicht um 2,1 Prozent auf 46,0 Millionen Euro zu. Der Hauptgrund für den Renditerückgang auf 15,5 (Vorjahr: 16,8) Prozent liege im starken Umsatzwachstum mit Entwicklungsleistungen und Werkzeuggeschäft im Bereich Plastic Systems - beides margenschwächere Bereiche.

Röhrhoff bekräftigte sein Umsatzziel für 2012/13, nannte den avisierten Anstieg von fünf bis sechs Prozent aber konservativ vor dem Hintergrund des Erlössprungs im traditionell schwachen ersten Quartal. Bei der Ebitda-Marge will der Manager aufholen und peilt 19,4 Prozent an nach 19,9 Prozent im Vorjahr. 2014 solle die Marge dann wieder steigen.

2011/12 hatte der Hersteller von Spezialprodukten aus Glas und Kunststoff für die Pharma- und Kosmetikindustrie bei einem Umsatz von 1,219 Milliarden Euro ein bereinigtes Ebitda von 236,5 Millionen Euro verbucht. Gerresheimer profitiert als Anbieter von Arzneimittelfläschchen und Spritzensystemen, Insulin-Pens sowie Asthma-Inhalatoren von der stetig steigenden Lebenserwartung und den damit einhergehenden chronischen Krankheiten. Dem gegenüber ist das Geschäft mit der Kosmetikindustrie konjunkturabhängig.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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