Phoenix-Übernahme nach Zitterpartie geglückt

Conti-Chef setzt sich durch

Die Übernahme des Hamburger Automobilzulieferes Phoenix durch den Konkurrenten Continental ist in letzter Sekunde geglückt. Conti-Chef Manfred Wennemer hat dabei viel gewagt - und am Ende einmal mehr gewonnen.
Continental-Chef Manfred Wennemer, Foto: dpa

Continental-Chef Manfred Wennemer, Foto: dpa

HB HANNOVER. Mit der geglückten Übernahme - nur noch die EU muss grünes Licht geben - hat der erfolgsverwöhnte Vorstandsvorsitzende des Autozulieferers Continental seine am Unternehmensprofit orientierte Linie erneut durchgesetzt. Fondsgesellschaften und Spekulanten, die auf eine Nachbesserung des Conti-Angebots hofften, ließ er im Regen stehen und siegte im Pokerspiel.

Verlierer könnten allerdings die Beschäftigten von Phoenix werden. Noch ist unklar, was Wennemer genau mit Phoenix, einem Spezialisten für Luftfedern, Schallisolationssysteme, Kupplungen und Schläuche, vorhat. Der Phoenix-Vorstand hatte sich bereits skeptisch zu den Übernahme-Plänen durch Continental geäußert. „Es wird Verlierer geben“, hatte Vorstandssprecher Meinhard Liebing gesagt. „Wenn das Unternehmen seine Identität einbüßt, ist das bitter für die Beschäftigten, die sich über Jahrzehnte mit Phoenix identifizieren.“

Wennemer aber hat Großes vor mit dem Konzernbereich ContiTech, der durch Phoenix erheblich gestärkt werden und zu den weltweit führenden Spezialisten in der Kautschuk- und Kunststofftechnologie gehören soll. Conti erwartet aus der Zusammenführung Synergien von mindestens 30 Mill. € jährlich. Auf dem Plan steht nun auch ein Börsengang von ContiTech nach einer erfolgreichen Verschmelzung mit Phoenix.

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