Pick-up für Europa wird nicht gebaut
Hoher Benzinpreis stoppt Volkswagen

Teurer Kraftstoff belastet die Wirtschaft und bedroht einer Umfrage zufolge in Deutschland bis zu 140 000 Arbeitsplätze. So hat Volkswagen jetzt den im Nutzfahrzeugwerk Hannover geplanten Bau eines Pick-up für den europäischen Markt gestoppt. Das begründet der Konzern mit den hohen Spritpreisen.

HB HANNOVER/BERLIN. Ein Sprecher von VW Nutzfahrzeuge sagte am Freitag, eine Analyse habe ergeben, dass der Markt keine ausreichende Stückzahl für das geplante schwere Fahrzeug mit großer Ladefläche hergebe. Mit Blick auf die hohen Benzinpreise sagte er, die Rahmenbedingungen für den geplanten geschlossenen Pick-up hätten sich „radikal verändert“.

VW halte aber an dem im argentinischen Werk Pacheco geplanten Bau eines offenen Pick-up für Schwellenmärkte fest.

Nach einer Umfrage der „Bild“-Zeitung unter Branchenverbänden in der deutschen Wirtschaft bedrohen die hohen Kraftstoffpreise bis zu 140 000 Arbeitsplätze. Nach der am Freitag veröffentlichen Umfrage müssen vor allem Beschäftigte im Taxi- und Transportgewerbe bangen, weil viele Firmen die hohen Benzinkosten nicht mehr bezahlen können und beim Personal einsparen müssen. Nach Angaben des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) sind im Taxigewerbe bis zu 50 000 der rund 200 000 Arbeitsplätze bedroht.

In der Transportbranche könnten laut Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik (BGL) bereits nach der Sommerpause rund 30 000 der knapp 600 000 Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen wären LKW-Fahrer sowie Angestellte im kaufmännischen Bereich. Wie die Zeitung weiter schreibt, drohen auch in Bus-Unternehmen, Fahrschulen, der Fischerei-Branche und in Kfz-Betrieben Entlassungen wegen des hohen Kostendrucks. Darüber hinaus sei auch bei Kurier- und Postdiensten mit dem Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen.

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