Piech plant Lkw-Konzern unter VW-Führung
VW nimmt MAN das Heft aus der Hand

Im Übernahmekampf um Scania gerät MAN immer mehr in die Defensive. Der deutsche Autobauer schweigt noch zu den Berichten, wonach MAN das Übernahmeangebot für Scania zurückziehen will. Vielmehr drängt sich VW in den Vordergrund. In welcher Rolle VW bei dem neuen Lkw-Konzern mitspielt, darüber kursieren auf höchster Ebene verschiedene Ideen.

HB MÜNCHEN. MAN will sich zu einem Medienbericht über die anstehende Rücknahme des Übernahmeangebots für den schwedischen Lkw-Hersteller Scania nicht äußern. „Dazu geben wir keinen Kommentar ab“, sagte ein Sprecher des Münchener Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzerns am Montag. MAN hat vor kurzem ein öffentliches Übernahmeangebot über 9,6 Mrd. Euro für Scania vorgelegt.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte unter Berufung auf Kreise berichtet, MAN werde die Offerte für Scania kurzfristig zurückziehen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet zudem, dass VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech beim geplanten Nutzfahrzeugkonzern MAN/Scania/VW einem Bericht der zufolge weitergehende Pläne habe als VW-Chef Bernd Pischetsrieder. Am liebsten würde Piech aus MAN, Scania und dem brasilianischen Schwerlasterbereich von Volkswagen eine Nutzfahrzeuggesellschaft gründen, an der Volkswagen die Mehrheit hält, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. „Wenn alles glatt geht, hat VW dann die Führung.“ Piech ist auch Gesellschafter bei Porsche, die wiederum etwa 20 Prozent an VW hält,

Einer der Pläne Piechs ist dem Bericht zufolge offenbar die Zerlegung von MAN und die Zusammenführung von dessen Nutzfahrzeuggeschäft mit Scania und dem brasilianischen Schwerlasterbereich von VW. In dieser Gesellschaft könnte VW die Mehrheit erreichen. Pischetsrieder hatte dagegen bisher stets betont, dass die Gespräche aller Beteiligten in freundlichem Einvernehmen verlaufen müssten.

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