Industrie

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Pierer versus Löscher: Was bei Siemens im Argen liegt

Profitables Wachstum war das immer wieder groß proklamierte Ziel der Siemens-Vorstandschefs Heinrich von Pierer und Peter Löscher. Die Realität aber sieht anders aus. Was bei dem Münchener Konzern schiefgegangen ist.

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Seit Jahrzehnten hat Siemens ein Problem: Nur selten gelingt es dem Münchener Konzern, profitabel zu wachsen. Um Umsatz zu generieren, haben die Vorstandschefs immer wieder unprofitable Großprojekte in die Bücher genommen. Unter Heinrich von Pierer, der von 1992 bis 2005 an der Siemens-Spitze stand, wuchs der Konzern damit zwar kräftig - allerdings oft auf Kosten des Ergebnisses. Agierten seine Nachfolger Klaus Kleinfeld und Peter Löscher vorsichtiger, blieb das Umsatzwachstum auf der Strecke.

Wegen vieler Portfolio-Veränderungen ist der Konzern heute kaum noch mit dem Unternehmen aus früheren Jahren vergleichbar. So ist die Telekommunikation, einst Wurzel des Traditionskonzerns, inzwischen nahezu komplett abgestoßen. Andere Sparten wie die Diagnostik wurden hinzugekauft. Viel größer ist Siemens jedoch nicht geworden: Im Geschäftsjahr 2010/11 erwirtschafteten die Münchener rund 74 Milliarden Euro Umsatz - etwa so viel wie 2003 unter von Pierer.

Bild: Reuters