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Industrie: Pillen und Pestizide helfen Bayer

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer ist zuversichtlich, dank seiner Pharma- und Pflanzenschutzprodukten den Abschwung der Weltwirtschaft ungeschoren zu überstehen. Bayer-Vorstandschef Werner Wenning bekräftigte gestern die Ziele des Konzerns für das laufende Geschäftsjahr.

von Siegfried Grass

FRANKFURT. Wenning äußerte sich auch für 2009 optimistisch: "Wir haben Vertrauen in die künftige Geschäftsentwicklung und wollen unser Ergebnis im kommenden Jahr weiter steigern", sagte er bei der Vorstellung des Berichts für das dritte Quartal.

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Seine Zuversicht zieht Wenning allerdings nur aus den beiden Geschäftsbereichen Pharma und Pflanzenschutz, deren Umsätze im dritten Quartal um 5,1 und 14 Prozent gesteigert wurden. Hingegen räumte der Bayer-Chef ein, dass die Abteilung Material-Science (Kunststoffe) durch hohe Rohstoff- und Energiepreissteigerungen und Wechselkurseffekte "erheblich belastet" wurde. Dies habe nur zum Teil durch höhere Preise und Einsparungen aus einem Restrukturierungsprogramm kompensiert werden können.

Die derzeit stark fallenden Rohstoffpreise werden noch nicht für eine baldige Entlastung sorgen. Wenning rechnet im vierten Quartal mit zusätzlichen Kosten von 150 Mio. Euro im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allein die Tatsache, dass die Kunststoffsparte ihren währungs- und portfoliobereinigten Umsatz auf Vorjahresniveau halten konnte, bezeichnet der Vorstandsvorsitzende bereits als einen Erfolg.

Die beiden ertragsstarken Sparten Pharma und Pflanzenschutz konnten den Ergebnisrückgang im Kunststoff-Geschäft nicht vollständig auffangen. Der Konzern wies deshalb ein um Sondereinflüsse bereinigtes Ebitda von 1,4 Mrd. Euro aus, 4,2 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um zwei Prozent auf 7,9 Mrd. Euro zu.

Die Pharmasparte, die knapp die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaftet, liegt mit einigen neuen Produkten zudem gut im Rennen. Anfang Oktober hat die Europäische Kommission die Marktzulassung für den Gerinnungshemmer "Xarelto" erteilt, dem man einen jährlichen Umsatz von mehr als zwei Mrd. Euro zutraut. Mit den Verhütungsmitteln der "Yaz-Familie" wurde ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 15,1 Prozent erzielt.

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