Pizza und Schokopudding
Dr. Oetker wächst im Ausland

Der Appetit der Verbraucher auf Fertigpizzen, Tiefkühlsnacks, Müsli und Schokopudding hat Oetker steigende Umsätze im Lebensmittelgeschäft beschert. Die in der Dr. Oetker GmbH zusammengefasste Nahrungsmittelsparte des Bielefelder Mischkonzerns will nun auch Indern und US-Amerikanern Appetit machen.

HB BIELEFELD. Die Sparte habe 2007 ihren Umsatz um acht Prozent auf 1,59 Mrd. Euro gesteigert, sagte der persönlich haftende Gesellschafter August Oetker am Dienstag.

Zufrieden zeigte sich das Unternehmen mit dem Start ins neue Jahr: „Wir verzeichnen ein zweistelliges Wachstum“, sagte August Oetker. Dies gelte auch für Deutschland. Damit habe sich Oetker ein „Polster“ geschaffen, Ziel ist regelmäßig ein Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent.

Oetker will weiter international wachsen. Derzeit steht der Eintritt in Indien an, wo sich die Firma zunächst auf Desserts konzentrieren will. „Der Inder isst gerne süß“, erläuterte Geschäftsführer Volkmar Preuß. Auch ein Markteintritt in den USA werde geprüft, sagte August Oetker. „China, Indien, USA und Südamerika sind derzeit die Länder, auf die wir unsere Kräfte konzentrieren.“

In Deutschland habe sich die Sparte 2007 besser geschlagen als der Einzelhandel insgesamt, der um 1,1 Prozent schrumpfte. Der Umsatz von Dr. Oetker sank vor allem wegen des Verkaufs des Meeresfrüchte-Anbieters Costa um 0,4 Prozent. Im Ausland stieg der Umsatz um 14,9 Prozent. Oetker setzt inzwischen 59 Prozent außerhalb Deutschlands um. Das Unternehmen hatte Super-Cook, den britischen Marktführer für Back- und Dekorartikel, gekauft, um sein Angebot auf der Insel auszuweiten. Ohne den Zukauf und ohne Währungseffekte wäre das Auslandsgeschäft um 9,4 Prozent gewachsen.

Größter Bereich von Oetker blieben Nährmittel, die Wurzel des Konzerns: Backartikel, Dessertpulver, Fertiggerichte und Müsli tragen 40 Prozent zum Lebensmittel-Umsatz bei. Wachstumstreiber waren erneut Tiefkühlpizzen und -snacks, die elf Prozent mehr Umsatz brachten und ein Drittel des Erlöses in der Sparte ausmachen. In Europa sieht sich Oetker hier mit einem Anteil von 26 Prozent als Marktführer.

Der Umsatz mit Fertigdesserts stieg um sechs Prozent, allein der Kinder-Pudding „Paula“ steigerte den Erlös um 37 Prozent. Oetker sei im Inland mittlerweile die Nummer zwei nach Campina. Der Anteil des Segments „Frische“, das Oetker 2004 mit dem Kauf von Onken stärkte, sei mit 13 Prozent „ausbaufähig“, sagte Oetker.

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