PKW-Absatz im Juli
VW-Absatz in den USA eingebrochen

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat im zum 31. Juli abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 so viele Autos in Nordamerika verkauft wie nie zuvor. Zudem steigerten im Juli auch BMW und Daimler-Chrysler sowie andere Hersteller ihren Absatz in den USA. VW gelang das allerdings nicht.

HB DÜSSELDORF. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge sei um 3,7 % auf 33 974 Einheiten gestiegen, teilte Porsche am Dienstag mit. Nordamerika ist der mit Abstand größte Absatzmarkt für den Konzern. Die neuen Sportwagenmodelle Boxster und 911 legten zu, während vom Geländewagen Cayenne nur noch 16 831 (17 457) Exemplare verkauft wurden.

Im Juli gingen die Verkaufszahlen des Cayenne sogar um 16 % zurück. Porsche habe sich im Gegensatz zur Konkurrenz nicht am Preiskampf beteiligt, begründete das Unternehmen den Absatzeinbruch. Statt den Werterhalt der Fahrzeuge mit Rabatten zu gefährden, nehme Porsche eher den Verlust von Marktanteilen in Kauf. Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Monat in den USA und Kanada 2969 Fahrzeuge, vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Beim 911 habe ein Versorgungsengpass erneut zu einem Absatzminus von zehn Prozent geführt, erklärte Porsche. Dahinter verbirgt sich eine veränderte regionale Verteilung des Absatzes: „Statt den USA haben wir im Juni und Juli verstärkt andere Märkte bedient“, sagte ein Porsche-Sprecher am Dienstag in Stuttgart. Vorrangig sei das Modell 911 ins europäischen Ausland und nach Asien geliefert worden.

Der Münchener Autohersteller BMW hat im Juli seinen Absatz ebenfalls auf dem wichtigen US-Markt gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 26 840 Fahrzeuge erhöht. Allein bei der Marke Mini verbuchte BMW ein sattes Plus von 41 %. Damit sei in den ersten sieben Monaten dieses Jahres die Zahl der verkauften Fahrzeuge insgesamt um 2,4 % auf 171 683 erhöht worden, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Auch der deutsch-amerikanische Automobilhersteller Daimler-Chrysler hat seinen Fahrzeugabsatz in den USA im Juli gesteigert. Die Verkäufe seien um 25 % auf 260 937 Fahrzeuge geklettert, teilte der weltweit fünftgrößte Automobilhersteller am Dienstag mit. Der Absatz der Marke Mercedes stieg um zehn Prozent auf 20 791 Einheiten, die Marke Chrysler legte um 27 % auf 240 146 Stück zu. Die Zahlen wurden nicht um den zusätzlichen Verkaufstag im Juli 2004 bereinigt.

Europas größter Automobilkonzern Volkswagen hat im Juli in den USA dagegen als einziger weniger Fahrzeuge verkauft als im gleichen Vorjahresmonat. Der Absatz sei im Berichtsmonat um 15,7 % auf 21 553 Fahrzeuge zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Vom Modell Jetta verkauften die Wolfsburger mit 10 469 Stück indes 21,5 % mehr.

Der weltgrößte Autohersteller General Motors hat im Juli dank seines ausgeweiteten Rabattprogramms in den USA 20 % mehr Fahrzeuge abgesetzt als vor Jahresfrist. Im abgelaufenen Monat seien auf dem US-Markt insgesamt 530 027 Wagen verkauft worden nach 459 263 im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Dienstag in Detroit mit. Das Rabatt-Programm werde fortgesetzt. GM wies darauf hin, dass im Juli diesen Jahres ein Verkaufstag mehr angefallen sei als im Juli 2004.

Der zweitgrößte US-Autohersteller Ford hat im Juli - ebenfalls vor allem dank neuer Rabattprogramme - in den USA knapp ein Drittel mehr Fahrzeuge verkauft. Im vergangenen Monat sei der Absatz um 29 % auf 366 548 Fahrzeuge gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Vorjahresmonat hatte Ford lediglich 285 204 Stück verkauft. Die Zahlen sind nicht arbeitstäglich bereinigt.

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