Pläne für Montagewerk auf Eis
Mercedes fordert Zugeständnisse von Russland

Der Autobauer Daimler-Chrysler hat seine Pläne für ein Montagewerk in Russland zunächst auf Eis gelegt. Zunächst wird auf Zugeständnisse der russischen Regierung gewartet.

HB STUTTGART. „Die Rahmenbedingungen für die lokale Fertigung von Mercedes-Benz-Pkw in Russland werden derzeit nicht erfüllt“, sagte ein Daimler-Chrysler-Sprecher am Mittwoch in Stuttgart. Die Verhandlungen mit der russischen Regierung könnten wieder aufgenommen werden, wenn die Bedingungen stimmten. „Die Tür ist nicht zugeschlagen“, fügte der Sprecher hinzu. Über Details der Umstimmigkeiten wollte er keine Angaben machen.

Eine mit den Verhandlungen vertraute Person sagte, Daimler-Chrysler und die Regierung seien sich vor allem über die Höhe der Zölle für aus dem Ausland stammende Zulieferteile nicht einig. Auch innerhalb der russischen Regierung gebe es Unstimmigkeiten. Das Industrieministerium wolle mit den Zöllen die russische Automobilindustrie schützen, das Wirtschaftsministerium strebe dagegen ausländische Investitionen in Russland an.

Die Pläne für ein Montagewerk von Mercedes-Benz hatte der scheidende Konzernchef Jürgen Schrempp unter anderem im Mai mit Russlands Präsident Wladimir Putin erörtert. Beide Seiten hatte damals eine Absichtserklärung zum Bau des Werkes abgegeben. Die russische Regierung hatte als Starttermin für die Produktion den Herbst dieses Jahres genannt. Bei seinem Deutschland-Besuch im September hatte Putin im Anschluss an ein Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) gesagt, er rechne damit, dass die Montage der Mercedes-Fahrzeuge in Russland in nächster Zukunft starte.

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