Planspiele
Solarworld-Chef hält Ausstieg vor 2020 für möglich

Solarworld-Chef Frank Asbeck hält eine schnelle Energiewende für möglich, und weiß auch wie. Den großen Stromkonzernen wirft er vor, den Wandel zu blockieren.
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Frank Asbeck, der Vorstandsvorsitzende der Solarworld AG, hält eine rasche Energiewende für möglich. „Es ist keine Frage mehr, ob der Atomausstieg bis 2020 zu schaffen ist. Es ist nur noch die Frage, wie viel früher er erreicht wird“, schreibt er in einem Gastkommentar für das Handelsblatt.

Das Stromnetz müsse bis 2015 nur um 250 Kilometer mehr ausgebaut werden, als ohnehin schon geplant sei. Außerdem sollten Bayern, Baden-Württemberg und Hessen die Windkraftnutzung „politisch zulassen“.

Asbeck weist darauf hin, dass heute schon 17 Prozent des Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Bioenergie erzeugt würde. Dieser Anteile könne bis 2020 auf „deutlich mehr als 40 Prozent“ steigen. Nach seiner Einschätzung können Schwankungen im Stromangebot durch Biogas- und Erdgasanlagen abgefedert werden, der zusätzliche Erdgas-Verbrauch könne im Heizungsbereich eingespart werden.

Außerdem seien die Lithium-Ionen-Batterien, die ohnehin für Elektroautos entwickelt werden, geeignet, überschüssigen Solastrom zu speichern. Asbeck weist auch darauf hin, dass die Förderung des Solarstroms bereits deutlich gesenkt worden sei. Den großen Stromkonzernen wirft er vor, mit einer Haltung des „No we can't“ den Wandel zu blockieren.

Kommentare zu " Planspiele: Solarworld-Chef hält Ausstieg vor 2020 für möglich"

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  • Der Atomausstieg wird sogar früher als 2020 möglich sein.
    Die grossen Stromkonzerne sollten sich jetzt an der WANDEL-ENERGIE beteiligen, denn dieser Wandel wird nicht mehr zu blockieren sein. Von Niemanden. Unsere Zukunftsenergie ist die Sonne. Sie wird die Energiequelle sein, die keine weiteren Schäden verursachen wird. Leider musste erst eine Katastrophe die Köpfe der Verantwortlichen dieser Welt zum grossen Umdenken bringen, aber denken alleine hilft nicht, denn jetzt muss getan werden. Die Menschheit will eine sichere Zukunft.

  • Umstieg - nicht mit deutschem Solarstrom! Hier wurden bereits über 100 Mrd.€ auf Dächern und Solarparks auf Schuldenbasis investiert. Der Großteil der Schulden dürfen die Verbraucher in den nächsten zwanzig Jahren erst noch abbezahlen. Geliefert werden dafür gerade mal unzuverlässige und nicht bedarfsgerechte 2-3 Prozent vom Kuchen. Wieviel Milliarden will man denn noch auf diese Weise quasi in der Sonne verbrennen? Die PV-Förderung ist die größte Verschwendung in der jungen EE-Geschichte. Gefördert wird vorrangig der Profit für Frank Asbeck und die Solargemeinde. Der geförderte Eigenverbrauch ist dazu noch der Gipfel. Die Eingenverbraucher verabschieden sich gefördert Solarschuldentilgung und unsolidarisch von der Finanzierung der Allgemeinheit. Keine Steuern, keine Konzessionsabgabe, aber wenn man Überschuss hat, dann möchte man den Strom zu Wucherpreise über die öffentliche Netze kostenlos vermarkten. Die PV-Förderung ist unsozial, eine schleichende enteignungsgleiche Umverteilung. Sonst wird immer schnell die Verfassungsfrage gestellt. Hier ist wohl alles erlaubt!

  • Ich denke zwei Dinge sind bei der Energiewende wichtig:

    1. Ja, technisch ist ein Umstieg von der Atomenergie zur Erneuerbaren Energie mit ergänzenden Elementen von Blockheizkraftwerken und effizienteren Kohlekraftwerken möglich.

    2. Ja, Energie (ob Strom, Benzin oder Gas) werden in den kommenden Jahren immer teurer. Übrigens ist dies kein rein deutsches Phänomen - selbst wenn wir keine Energiewende anstreben wird unsere Energie aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage immer teurer.

    Ein "Weiter so wie bisher" ist damit nicht möglich - und gesellschaftlich auch nicht gewünscht.

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