Plus bei Umsatz und Gewinn erwartet
Linde wächst zweistellig

Beim Linde-Konzern zahlt sich die Neuausrichtung schon in diesem Jahr mit kräftigen Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn aus. Darüber dürfen sich die Aktionäre freuen, es dürfte sich wohl sehr konkret für sie auszahlen.

HB MÜNCHEN. „Der Umbau ist geglückt, wir gehen deutlich gestärkt an die vor uns liegenden Aufgaben“, sagte Vorstandschef Wolfgang Reitzle am Dienstag in München. Nach einem dicken Plus in den ersten neun Monaten erwartet Reitzle im Gesamtjahr für den Industriegase-Konzern zweistellige Steigerungen bei Umsatz und operativem Ergebnis. Die Erlöse der Linde Group sollen rund zwölf Mrd. Euro erreichen, der operative Gewinn 2,3 bis 2,4 Mrd. Euro. Bislang hatte Linde nur Zuwächse für das Jahr 2007 angekündigt, diese aber nicht beziffert. Für das Jahr 2010 strebt Linde weiterhin ein operatives Ergebnis von mehr als drei Mrd. Euro an.

Linde hatte im vergangenen Jahr seine Gabelstaplersparte an ein Konsortium aus Finanzinvestoren abgegeben und sich mit der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC zum reinen Industriegase-Anbieter und Anlagenbauer gewandelt. Die Firmenzentrale des Konzerns wurde von Wiesbaden nach München verlegt. Durch die Trennung von den Gabelstaplern sei Linde stabiler geworden, sagte Reitzle. „Wir sind robust und wetterfest aufgestellt.“ Ähnlich wie bei Lastwagen habe das Geschäft mit Gabelstaplern sehr stark auf Konjunkturzyklen reagiert. Derart starke Schwankungen gebe es im Gasgeschäft nicht.

Die Zahlen für die ersten neun Monate passte Linde an die veränderte Konzernstruktur an. Demnach stieg das um Sondereffekte bereinigte operative Konzernergebnis (Ebitda) um 16,7 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro. Der Umsatz kletterte um 14,7 Prozent auf 8,96 Mrd. Euro. Unter dem Strich verdiente Linde bis Ende September 764 Mill. Euro (Vorjahr: 451 Mill. Euro). Die Aktionäre der Linde AG (München) können auf eine höhere Dividende hoffen. Es sei das Ziel, die Dividende ergebnisbezogen verbessern zu wollen, sagte Reitzle.

Den Löwenanteil des Umsatzes macht Linde im Gasgeschäft, das in den ersten neun Monaten um 9,1 Prozent auf 6,85 Mrd. Euro zulegte. Am stärksten wuchs das Geschäft in der Boomregion Asien, auf die inzwischen mehr als eine Milliarde Euro Umsatz entfällt. In der weltweiten Gasindustrie erwartet Reitzle in den kommenden Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von rund sieben Prozent. „Im Moment sehen wir keinen Anlass, unsere Planungen zurückzunehmen weil wir irgendwelche dunklen Wolken sehen.“ Im zweiten Geschäftsbereich Engineering mit Erdgas-, Ethylen-, und Wasserstoffanlagen legte der Umsatz um 51,5 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro zu.

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