Poker hält an
Procter & Gamble weiterhin an Beiersdorf interessiert

Man sei immer noch an Unternehmen und Marken interessiert, eine feindliche Übernahme sei aber ausgeschlossen, sagte der Vorstandschef.

HB HAMBURG. Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble hat weiterhin Interesse an einem Einstieg beim Hamburger Nivea- Produzenten Beiersdorf. „Natürlich sind wir immer an Unternehmen und Marken interessiert, die unser Kerngeschäft berühren oder ergänzen würden“, sagte Vorstandschef Alan G. Lafley dem „Spiegel“. Beiersdorf sei „sehr attraktiv“. Eine feindliche Übernahme schloss er aber aus. Das habe sein Unternehmen noch nie gemacht. „Was wir kaufen, muss auch wirklich zum Verkauf stehen. Da bin ich mir bei Beiersdorf zurzeit nicht sicher“, sagte Lafley.

Die Beiersdorf AG wird seit längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Nachdem der frühere Tchibo-Miteigentümer Günter Herz Ende September dementierte, dass er den Anteil von knapp 44 % im Besitz der Münchner Allianz kaufen wolle, wird Procter & Gamble in den Medien als Hauptinteressant gehandelt.

Procter & Gamble hatte im März bereits für rund 6,5 Mrd. € die Mehrheit am Darmstädter Kosmetikkonzern Wella übernommen. Wie viele Arbeitsplätze bei der Wella AG abgebaut werden, wollte Lafley nicht sagen. „Ich habe noch keine Vorstellung davon“, sagte er dem „Spiegel“. Er gehe aber davon aus, dass der größte Teil der geplanten Einsparungen mit günstigeren Einkäufen zu schaffen ist. „Ein Riese wie wir bekommt ganz andere Konditionen."

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