Poker um Falconbridge
Xstrata legt nach

Der Schweizer Rohstoffkonzern Xstrata hat am Dienstag sein feindliches Übernahmeangebot für den Nickelproduzenten Falconbridge aufgestockt. Damit geht der Milliarden-Poker in der kanadischen Rohstoffbranche weiter.

HB LONDON. Xstrata bietet nun 59 kanadische Dollar pro Aktie in bar statt bisher 52,50 Dollar. Xstrata, deren Aktien an der Londoner Börse gehandelt werden, hält bereits 20 Prozent an dem kanadischen Unternehmen und müsste für die verbleibenden 80 Prozent umgerechnet 16,1 Mrd. Dollar aufbringen. Das höhere Angebot laufe am 21. Juli aus.

In der neuen Offerte sei die Vorgabe fallengelassen worden, wonach mindestens 66,66 Prozent der ausstehenden Falconbridge-Aktien inklusive der von Xstrata und Schwesterunternehmen gehaltenen Anteile das Gebot annehmen müssen. Zuletzt war noch davon ausgegangen worden, dass Xstrata bei Falconbridge auf Zeit spiele, nachdem sie am 7. Juli ihr Mitte Mai vorgelegtes Übernahmeangebot für die ausstehenden 80,2 Prozent Falconbridge-Aktien zwar bis zum 21. Juli verlängert, aber anders als von manchen Beobachtern erwartet nicht erhöht hat.

Xstratas Konkurrent um Falconbridge ist zunächst der kanadische Nickelproduzent Inco, der 53,84 kanadische Dollar je Aktie bietet. Hinter Inco steht aber der US-Kupferkonzern Phelps Dodge, der Falconbridge und Inco zusammen für 40 Mrd. $ kaufen will und dafür die Zustimmung der kanadischen Konzerne hat.

Wenn Phelps Dodge Erfolg hat, entsteht der grösste Nickelkonzern der Welt, der zugleich auch der grösste börsennotierte Kupferproduzent der Welt wäre.

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