Industrie

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Pokern um Aston Martin: Inder jagen James-Bond-Auto hinterher

Eine italienische Beteiligungsgesellschaft und der indische Autobauer Mahindra wollen bei Aston Martin einsteigen. Die Inder haben zwar mehr Geld geboten, doch die Italiener hoffen auf einen technischen Vorteil.

Der Aston Martin aus dem James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ bei einer Versteigerung. Die Sportwagenmarke soll verkauft werden. Quelle: dapd
Der Aston Martin aus dem James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“ bei einer Versteigerung. Die Sportwagenmarke soll verkauft werden. Quelle: dapd

MailandUm die durch James-Bond-Filme bekanntgewordene Sportwagenmarke Aston Martin ist Kreisen zufolge ein Bieterwettstreit entbrannt. Sowohl die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial als auch der indische Autobauer Mahindra wollten sich einen Anteil von 50 Prozent an dem britischen Traditionsunternehmen sichern, sagte eine den Verhandlungen nahestehende Person.

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Die Italiener seien mit einem Gebot von bis zu 250 Millionen Pfund (309 Millionen Euro) ins Rennen gegangen, das die Inder überboten hätten. Die Investoren aus Europa seien aber dennoch siegesgewiss, weil sie sich technisch Rückendeckung von Mercedes geholt hätten. Eine Entscheidung könne noch am Wochenende fallen.

Aston Martin Vanquish Ein Hauch von Bond

Aston Martin kennen viele nur aus dem Kino. Sean Connery jagte als 007 schon 1964 in "Goldfinger" in dem britischen Boliden über die Leinwand. Und nun gibts mit dem Vanquish ein neues Flaggschiff. Erste Fahreindrücke.

Über den Sieger des Bieterrennens entscheidet die kuwaitische Investitionsgesellschaft Investment Dar, der die Sportwagenschmiede gehört. Die Bieter aus Italien sind in der Motorbranche keine Neulinge: Investindustrial verleibte sich 2006 den italienischen Motorradhersteller Ducati ein und verkaufte ihn im April für 860 Millionen Euro weiter an Audi. Hinter Investindustrial steht die italienische Familie Bonomi. Bei den beteiligten Unternehmen war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

 

  • 26.11.2012, 12:39 Uhrluftgekuehlt

    Vermutlich haben die Untertürkheimer nach dem Millionengrab Chrysler auch Angst vor einer weiteren riskanten Übernahme. Und die Kooperation mit den Engländern von McLaren ist ebenfalls gescheitert. Und ich finde außerdem, dass die Aston-Martin-Modelle sich nicht als der benötigte Ersatz für die gefloppte Marke Maybach eignen würden. Im Gegenteil: Sie würden Daimler-Modelle wie den SL oder den SLS kannibalisieren. Ich wünsche Dr. Ulrich Bez einen neuen Aston-Martin-Eigner, der ihn seinen eingeschlagenen und erfolgreichen Weg weiter gehen lässt.

  • 26.11.2012, 09:27 UhrCiac

    Der A3 stellt auch den Golf in Frage... das ist also kein Argument. Aston Martin würde gut zu Mercedes passen und die Modellpalette ergänzen, das ist meine Meinung.

    Aber wie Sie richtig ansprechen wäre das nicht entscheidend für den Fortbestand von Daimler als eigenständigen Autobauer.
    Schlimm wäre es wenn es die Franzosen(Renault) würden...

    PS: Die neue C-Klasse gefällt mir eigentlich!

  • 25.11.2012, 13:47 Uhrteflon

    Mercedes würde mit Aston Martin als Konzernmarke etliche Modelle der eigenen Palette in Frage stellen.
    Zudem hat IMO Daimler das Geld dafür nicht auf der Seite und aktuell ganz massive , andere Probleme...wenn die neue S- und modellgepflegte E-Klasse in 2013 floppen , dann wird es in Sindelfingen richtig prekär...auch die kommende C-Klasse ist so ein Design+ Technik-Spezialfall ...Daimler steht absolut am Scheideweg.
    Und beim Thema "Technik" halte ich den Daimler als Partner nur noch für international betrachtet maximal zweitklassig - da sind Toyota, Volkswagen oder BMW ganz andere Kaliber.
    Wer mehr zahlt wird den Laden bekommen...vielleicht kommt auch noch kurzfristig irgendein Chinamannum die Ecke und kauft die ganze Hütte im Handstreich - cash auf die Kralle.

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