Polnische LOT entscheidet sich für Boeings Dreamliner
Airbus zieht Milliardenauftrag an Land

Der europäische Flugzeugbauer hat am Mittwoch gleich Aufträge eingefahren: Indian Airlines kauft für rund 2,2 Mrd. Dollar 43 Airbus-Flugzeug, die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air hat zwölf Airbus-Maschinen des Typs A320 und A319 bestellt. Wermutstropfen: Die polnische LOT hat sich für Boeings Dreamliner entschieden.

HB NEU DELHI. Bei Indian Airlines sollen die Airbus-Maschinen die alte Flotte der staatlichen Fluggesellschaft ersetzen. Indiens Ministerpräsident Manmohan Singh und der britische Regierungschef Tony Blair gaben die Vereinbarung am Mittwoch gemeinsam in Neu Delhi bekannt.

Dem indischen Luftfahrtminister Praful Patel zufolge hatte Indien Airbus zuvor einen Preisnachlass von 75 Mill. Dollar abgerungen. In der Regel zahlen Fluggesellschaften nicht den Listenpreis für neue Flugzeuge. Je größer eine Order ist, desto größer ist meist auch der Rabatt.

Das erste Flugzeug soll Indian Airlines ab September 2006 und dann pro Monat eine weitere Maschine erhalten. Die Fluggesellschaft erhält einen Mix von Maschinen für Kurz- und Mittelstrecken. „Es wurde Zeit, dass dieser Vertrag zustande kam“, sagte Patel. „Er war lange überfällig.“ Diskussionen über den Preis und wechselnde Regierungen in Indien hatten den Abschluss über Jahre hingezogen. Derzeit hat Indian Airlines noch einige Boeing 737 im Bestand, die zwischen 20 und 25 Jahren alt sind. Die Airbus-Maschinen der Typen A319, A320 und A321 sollen die älteren Maschinen ersetzen und dazu beitragen, Marktanteile von privaten Fluglinien wie Jet Airways oder Kingfisher Airlines zurückzugewinnen.

Indien zählt neben China als ein Wachstumsmarkt, auf den auch die Flugzeugbauer große Hoffnungen setzen. Im April konnte Airbus-Erzrivale Boeing einen 6,9 Mrd. Dollar schweren Auftrag über 50 Langstreckenflugzeuge für die ebenfalls staatliche Air India für sich gewinnen. Kingfisher hat sich im Juni entschieden, für drei Mrd. Dollar bei Airbus einzukaufen. Darunter sind fünf Großraumflugzeuge A380 und fünf Maschinen des geplanten neuen A350.

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