Polo profitiert von Abwrackprämie
Audi Brüssel kürzt Kurzarbeit

Das Audi-Werk in Brüssel nimmt die angekündigte Kurzarbeit fast vollständig wieder zurück. Grund ist die gestiegene Nachfrage nach dem Modell Polo der Konzernmutter Volkswagen.

HB BRÜSSEL. Der Kleinwagen profitiere von der Abwrackprämie für ältere Fahrzeuge in Deutschland, sagte ein Werkssprecher am Dienstag im Radio 1 des flämischen Rundfunksenders VRT.

In den vergangenen Wochen hat VW nach VRT-Angaben 20 000 Polos verkauft. Diese würden teils in Brüssel und teils im spanischen Pamplona gebaut. „Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit ist das eine gute Nachricht“, sagte der Gewerkschafter Hedwin De Clercq dem Sender. „Normalerweise sollten wir jeden Freitag stempeln gehen, aber das fällt nun weg.“

Schlechte Neuigkeiten befürchtete hingegen die Belegschaft im Antwerpener Opel-Werk. Der Umstrukturierungsplan des US-Konzerns General Motors (GM) könnte die belgische Fabrik gefährden, hieß es. Die Arbeitnehmervertreter der europäischen GM-Tochter setzten sich deshalb für eine eigene Holding ein. Diese sollte unabhängig von der amerikanischen Konzernmutter handeln können.

Beim Lastwagenhersteller DAF im belgischen Westerlo stehen unterdessen massive Stellenstreichungen an. Die Unternehmensleitung informierte die Beschäftigten darüber am Dienstag in einer Betriebsversammlung. Kurz zuvor war bekanntgeworden, dass die Stellen von 801 Arbeitern und 73 Angestellten wegfallen sollen. Das sei etwa die Hälfte der Arbeiter und ein Drittel der Angestellten, meldete das VRT-Radio. Im September hatte DAF in Westerlo bereits mehr als 700 Zeitarbeiter-Stellen gestrichen.

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