Porfolio soll bereinigt werden
Iwka mit roten Zahlen - neuer Chef leitet Sanierung ein

dpa-afx KARLSRUHE. Der Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer Iwka hat im zweiten Quartal rote Zahlen geschrieben und erwartet auch imweiteren Jahresverlauf keine Trendwende. Das Unternehmen kündigte am Dienstagwegen des anhaltenden Margendrucks im wichtigen Autozulieferergeschäft einesanierung des Unternehmens an.

Wegen der angespannten Lage solle die Komplexität des Unternehmens reduziertund das Portfolio bereinigt werden. "Nachhaltig unrentable Produktbereichestehen dabei im Vordergrund der Aktivitäten." Das Sanierungsprogramm soll bisende 2006 umgesetzt sein. 2007 solle die Ertragskraft wieder auf dem Niveau desjahres 2004 liegen.

Strategie

Zur Sanierungsstrategie hieß es, als erstes werde die EX-Cell-O Gruppeüberprüft. Alle "unternehmerischen Optionen" seien möglich. Dies könne zuergebnisbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe führen, berichtete derkonzern.

Insgesamt habe sich die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2005 weiterverschlechtert, die Geschäftsbereiche Automobiltechnik und Robotertechnik hättendie Vorjahreswerte nicht erreicht. Angesichts der vielfältigen Probleme werde esschwer, im "Geschäftsjahr 2005 positive Jahresergebnisse zu erreichen", hieß es.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel im zweiten Quartal einminus von 2,1 Mill. Euro an. Im Vorjahr hatte es noch einen Gewinn von 31,3millionen Euro gegeben. Der Umsatz ging deutlich von 545,2 auf 486,3 Millioneneuro zurück. Der Konzernverlust betrug 4,2 Mill. Euro (Vj: +14,3 Mio). Imzweiten Quartal legte der Auftragseingang um 14,5 Prozent auf 553,2 Millioneneuro zu.

Halbjahr

Im ersten Halbjahr schrumpfte der Auftragseingang jedoch von 1,204 auf 1,132milliarden Euro, der Umsatz von 982,8 auf 912,8 Mill. Euro. Operativ fieliwka in den ersten sechs Monaten beim Ebit mit 0,8 Mill. Euro leicht insminus (Vj: +40,6 Mio). Der Konzernüberschuss erreichte zwischen Januar und Juninoch 9,0 (15,8) Mill. Euro.

Der bisherige Vorstandschef Hans Fahr war auf Druck des US-Investors undgrößten Iwka-Aktionärs Guy Wyser-Pratte auf der Hauptversammlung Anfang Junizurückgetreten. Vor zwei Wochen hatten auch sechs Aufsichtsräte, darunter Engelund der Ex-Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, ihren Rückzug bekannt gegeben.

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