Porsche-Betriebsrat
Hück fordert Tarif-Bonus für Gewerkschafter

„Wer etwas haben möchte, muss einen Beitrag leisten“, sagt der Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück. Er findet es ungerecht, wenn nur einige Arbeitnehmer kämpfen, am Ende aber alle profitieren wollen.
  • 5

StuttgartDer Betriebsrat des Sportwagenbauers Porsche fordert, dass Gewerkschaftsmitglieder in künftigen Tarifrunden einen Bonus gegenüber ihren anderen Kollegen erhalten. „Es kann nicht sein, dass die IG-Metall-Mitglieder etwas erkämpfen, und zum Schluss kriegen all die Beschäftigten, die nicht mitgewirkt haben, das Gleiche“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück der „Stuttgarter Zeitung“ (Freitagsausgabe). „Wer etwas haben möchte, muss einen Beitrag leisten.“

Hück rief dem Blatt zufolge IG-Metall-Chef Berthold Huber in einem Brief auf, sich für eine finanzielle Besserstellung der IG-Metall-Mitglieder einzusetzen. „Die IG Metall sollte ihre Möglichkeiten offensiv nutzen, um für ihre Mitglieder einen zusätzlichen Bonus in den kommenden Tarifverträgen zu verankern“, fordert der Porsche-Betriebsratschef demnach in dem Schreiben.

Die Porsche-Belegschaft empfinde es mehr und mehr als ungerecht, „dass auch diejenigen, die sich nicht gewerkschaftlich für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen, als Trittbrettfahrer in gleicher Weise von tariflichen Entgelterhöhungen und anderen tariflichen Errungenschaften profitieren“, heißt es in dem Brief an Huber. Hück zufolge haben die Betriebsratsvorsitzenden von Volkswagen, Audi und MAN ihre Unterstützung zugesagt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Porsche-Betriebsrat: Hück fordert Tarif-Bonus für Gewerkschafter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Komische Argumentation.
    Wieso sollte der Beitrag für 'gut' verdienende zu hoch sein. 1% vom Bruttoeinkommen tun einem 'Geringverdiener' mehr weh wie bei einem 'Gutverdiener'.
    Nichts destotrotz Bonus für Mitglieder ist nicht nachvollziehbar, da Gehalt ja für die geleitete Arbeit bezahlt wird - oder arbeiten IG- Metaller merh schneller besser?

  • Wenn die IG Metall nicht für die Nichtmitgleder mitverhandeln möchte, wird dies dazu führen
    das weitere Verhandlungspartner dazu kommen und dies würde die Position der IG Metall
    schwächen. Aus meiner Sicht sind die Mitgliedsbeiträge bei der IG Metall für gut verdienende
    zu hoch. Dies ist aus meiner Sicht der Hauptgrund für den Mitgliederschwund.
    Apollo

  • Ich glaube der Gewerkschaft laufen die Mitglieder weg und nun soll auch noch der Arbeitgeber dafür sorgen, dass sein "Tarifgegner" stärker wird. Das ist ja wohl ein Witz. Warum schüttet die Gewerkschaft nicht einfach eine Bonus am Ende des Jahres an seine Mitglieder aus. Wie sagt Hück so schön. Wer etwas will, muss etwas leisten. Die Gewerkschaft will die Gesellschaft weiter spalten. Getreu dem Motto. Solidarität gibt's nur für Mitglieder. Ein Witz! Herr Hück

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%