Porsche Bilanz-PK
Porsche-Chef Wiedeking winkt Rekordgehalt

Porsche hat es auf der Bilanz-Pressekonferenz nicht einfach: Zum Einen musste Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sein Rekordgehalt rechtfertigen, das bei rund 75 bis 80 Millionen Euro liegen dürfte. Und zweitens muss er vor allem den Analysten erläutern, wie er die Absatzkrise meistern will.

HB STUTTGART. Auch wenn es viele spannende Themen gibt: Auf der Bilanz-Pressekonferenz steht das Gehalt von Vorstandschef Wendelin Wiedeking im Blickfeld des breiten öffentlichen Interesses: Porsche weist die Summe offiziell allerdings nur für den gesamten Vorstand aus.



Dem Vernehmen nach bekommt Wiedeking rund 0,9 Prozent des Vorsteuergewinns, der im Geschäftsjahr 200708 bei 8,6 Mrd. Euro lag. Das wären rund 75 Millionen Euro. Porsche hat diesen Wert weder dementiert noch bestätigt. Zum Vergleich: Wiedeking würde damit in etwa so viel verdienen wie die 14 bestbezahlten Dax-Chefs 2007 bekommen haben. Zuletzt hatte Wiedeking erklärt, er wolle in seiner Heimatstadt Beckum wohltätige Zwecke finanziell unterstützen.

Porsche könnte auf der Bilanzpressekonferenz über den weiteren Fahrplan bei der Übernahme von VW informieren. Außerdem wird der Konzernlenker Auskunft über die Aussichten des Sportwagenbauers für das laufende Geschäftsjahr geben. Ob Wiedeking dabei allerdings konkrete Ziele für die nächsten Monate nennt, ist wegen der Absatzkrise in der Branche noch offen. Am Dienstag hatten die Stuttgarter wie zuvor bereits andere Hersteller angekündigt, für mehrere Tage die Produktion in ihrem Stammwerk ruhen zu lassen.

Dass Porsche seine Anteile an Europas größtem Autobauer wie ursprünglich geplant noch in diesem Jahr auf mehr als 50 Prozent aufstockt, gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Die Stuttgarter halten derzeit 42,6 Prozent der VW-Stammaktien und zusätzlich etwas weniger als 31,5 Prozent in Form von Optionen zur Kurssicherung. Wiedeking hatte als Voraussetzung für eine Aufstockung der Anteile immer wieder genannt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen müssten.

Der Sportwagenbauer hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 (31. Juli) zwar durch die Beteiligung an VW einen riesigen Gewinnsprung verbucht. Doch die Krise in der Automobilindustrie trifft auch Porsche. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen die Stuttgarter nicht mehr damit, den Absatz des Vorjahres von 98 652 Fahrzeugen zu erreichen.

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