Porsche, Bosch und auch Siemens prüfen eine Verlängerung der Arbeitszeiten
Autoindustrie macht Ernst

Mehrere große Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie prüfen die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Das ergab eine Umfrage des Handelsblatts. Nachdem Daimler-Chrysler bereits angekündigt hat, seine Konstrukteure wieder länger arbeiten zu lassen, erwägen nun unter anderem Porsche und Siemens, hoch qualifizierte Mitarbeiter bei vollem Lohnausgleich statt 35 künftig 40 Wochenstunden zu beschäftigen.

FRANKFURT/M. Vor allem in der Autoindustrie gibt es den Trend zu längeren Arbeitszeiten. Die Zulieferer Bosch und Continental denken daran, die Arbeitszeit zu verlängern. Beim Motorenkomponenten-Hersteller Mahle sind konkrete Schritte vor allem für die Bereiche Entwicklung und Service geplant. Ermöglicht werden längere Arbeitszeiten durch den im Februar vereinbarten Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie (siehe Kasten). Insgesamt werden von der Neuregelung Zehntausende Arbeitsplätze berührt.

Daimler-Chrysler hatte als erstes Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie angekündigt, die neuen Spielräume des Tarifabschlusses in der Praxis zu nutzen und Mitarbeiter in seinem größten deutschen Werk Sindelfingen länger arbeiten zu lassen. Der Betriebsrat signalisierte bereits, er werde in Sindelfingen einer Ausweitung der 40-Stunden-Woche auf bis zu 100 % der Beschäftigten in den Abteilungen Entwicklung und Planung zustimmen. Vor dem jüngsten Tarifabschluss konnte die Wochenarbeitszeit nur für maximal 18 % der Beschäftigten auf 40 Stunden verlängert werden.

Allein in Sindelfingen beschäftigt Daimler-Chrysler mehr als 10 000 der rund 40 000 Mitarbeiter in der Entwicklung und Produktionsplanung von Autos. An dem Tarifabschluss hatten Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm und Daimler-Personalchef Günter Fleig maßgeblich mitgewirkt. Fleig kündigte außerdem Modelle zur Arbeitszeitverlängerung „auch für andere Konzernsparten“ an.

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