Porsche-Einstieg
Gerüchte lassen VW-Aktie abstürzen

Spekulationen im Zusammenhang mit dem Porsche-Einstieg bei Volkswagen haben die VW-Aktie am Mittwoch einbrechen lassen.

HB FRANKFURT. Die Papiere verbilligten sich bei überdurchschnittlichen Umsätzen um bis zu 4,4 Prozent auf 51,62 Euro. „Der 'Platow-Brief' hat die Spekulationen um eine Kapitalerhöhung ausgelöst“, sagte Postbank-Händler Ascan Iredi. Außerdem kursiere am Markt ein Gerücht, wonach Porsche die zur angepeilten Beteiligung von rund 20 Prozent noch fehlenden Aktien bereits außerbörslich erworben habe. VW und Porsche lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Chancen für eine bevorstehende Kapitalerhöhung bezeichneten Börsianer allerdings als gering. „Sie würde viel zu lange dauern“, sagte Analyst Stephan Droxner von der LBBW. „Eine Kapitalerhöhung wäre außerdem das falsche Signal.“

Der „Platow-Brief“ hatte ohne Nennung von Quellen berichtet, VW verfüge über einen Vorratsbeschluss für eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts. Damit solle Porsche der Einstieg beim Wolfsburger Konzern erleichtert werden.

Porsche will sich mit insgesamt etwa 20 Prozent an Europas größtem Autobauer beteiligen und würde damit vor dem Land Niedersachsen zum größten Eigner aufsteigen. Vergangene Woche hatte der Sportwagenhersteller mitgeteilt, 10,26 Prozent der VW-Stammaktien zu halten. Porsche-Aktien notierten am Mittwoch im Handelsverlauf 0,5 Prozent im Minus bei 639 Euro.

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