Porsche legt dank Cayenne zu
VW-Absatz in Amerika bricht ein

Die deutschen Autohersteller haben im Juli in den USA zumeist mehr Autos verkauft als im Vorjahresmonat und zum Teil auch Rekordergebnisse erzielt. Eine Ausnahme bildete der Wolfsburger Autobauer Volkswagen, dessen US-Absatz im Juli einbrach.

rtr DETROIT. Die Auto-Tochter Audi verbuchte hingegen ihr zweitbestes Juli-Ergebnis. Zuwächse verzeichneten auch Porsche und BMW. Während der deutsch-amerikanische Konzern DaimlerChrysler mit Mercedes-Benz ein Rekordergebnis erzielte, musste die zum Konzern gehörende Chrysler-Gruppe Absatzeinbußen hinnehmen. Neben Chrysler berichteten auch die beiden anderen führenden US-Autobauer, General Motors und Ford Motor am Freitag von geringeren Absatzzahlen. Zu den Gewinnern zählten auch japanische Hersteller wie Toyota, der mit einem Absatzplus von 4,5% das bislang beste Juli-Ergebnis erreichte.

Die US-Sparte des Volkswagen-Konzerns Volkswagen of America setzte im Juli deutlich weniger Autos ab als noch ein Jahr zuvor. So sanken die Verkaufszahlen um 20% auf 25674 Einheiten, wie Europas größter Automobilhersteller am Freitagabend mitteilte. Verkaufstäglich gerechnet ergab sich ein Minus von 23,1%, da der Juli 2003 einen Verkaufstag mehr hatte als der Vorjahresmonat. In den Monaten Januar bis Juli seien insgesamt 171632 Fahrzeuge abgesetzt worden. Das seien 15,1% weniger als im Vorjahr.

Die Volkswagen-Tochter Audi verbesserte im Juli den Absatz in den USA um 11,2% auf 7973 Einheiten. Audi of America Inc teilte in Auburn Hills (Michigan) mit, dies sei das zweitbeste Juli-Ergebnis gewesen, das je habe erzielt werden können. Für den bisherigen Jahresverlauf nannte Audi einen noch leicht schwächeren Absatz von 49062 Einheiten verglichen mit 49363 im Vorjahr.

Beim deutsch-amerikanischen Autobauer DaimlerChrysler steigerte die Marke Mercedes-Benz ihren Absatz um 25,5% auf 18742 Fahrzeuge. Dies sei das beste Juli-Ergebnis gewesen, das je erzielt worden sei. Auch für das laufende Jahr zeichne sich ein Rekordergebnis ab, hieß es. In den ersten sieben Monaten seien die Verkäufe zum Vorjahr um 5,7% auf 124630 Fahrzeuge verbessert worden.

Der zum Konzern gehörende US-Automobilbauer Chrysler wies für den Berichtsmonat dagegen arbeitstäglich bereinigt ein Absatzrückgang um acht Prozent aus. Im Juli seien 178408 Einheiten verkauft worden, teilte die Chrysler Group mit. Zur Gruppe zählen auch Jeep- und Dodge-Fahrzeuge. Im Vorjahr waren noch 185602 Fahrzeuge abgesetzt worden. Für die ersten sieben Monate bezifferte Chrysler den Absatzverlust bei Autos und Lastwagen mit fünf Prozent auf rund 1,28 Mill. Einheiten.

Auch die beiden anderen großen US-Konzerne berichteten von Absatzeinbußen. Branchenprimus General Motors konnte im Juli in den USA 5,5% weniger Fahrzeuge abgesetzt als noch im Jahr zuvor. Im Berichtsmonat seien 458022 Einheiten verkauft worden. Im Vorjahr waren noch 465843 Fahrzeuge abgesetzt worden. Für die ersten sieben Monate bezifferte GM den Absatzverlust bei Autos und Lastwagen mit 4,8% auf rund 2,7 Mill. Einheiten.

Einbußen musste auch der US-Automobilkonzern Ford Motor hinnehmen, dessen Absatz im Jahresvergleich um sieben Prozent schrumpfte. Die Auto-Verkäufe sanken um 19,8% auf 98440 Einheiten. Bei Lastwagen habe sich dagegen ein leichter Zuwachs um 0,8% auf 198825 Einheiten ergeben. In den ersten sieben Monaten sank der Absatz um 4,1% auf 1,91 (1,99) Mill. Stück.

Bei Porsche wuchs der Absatz in Nordamerika um neun Prozent. Damit seien in den wichtigen Regionen USA und Kanada 2696 Autos ausgeliefert worden nach 2465 Fahrzeugen im Vorjahresmonat, teilte Porsche mit. Hauptwachstumstreiber bei Porsche war das Modell Cayenne. Von dem sportlichen Geländewagen seien 1437 Fahrzeuge verkauft worden. Das Geschäft mit den Sportwagen 911 und Boxster habe dagegen deutlich nachgelassen. Ausgeliefert worden seien davon 1259 Fahrzeuge, ein Rückgang von 49%.

BMW verkaufte bei anhaltend starker Nachfrage der Marke Mini 15% mehr Fahrzeuge und setzte in der Gruppe 25189 Einheiten ab. Der prozentuale Anstieg unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Arbeitstags im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug den Angaben zufolge 10,8%. Bei der Marke BMW sei ein Anstieg von 16% auf 22105 Autos verzeichnet worden. Vom Mini seien im vergangenen Monat 3084 Autos verkauft worden, ein Anstieg von 7,6%.

Neben Toyota zählten auch Mazda und Honda zu den Gewinnern am US-Automobilmarkt.

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