Porsche
Neue Modelle sind wieder vom Tisch

Wenn es bei Autobauern brummt, wird dort gerne laut über neue Pläne nachgedacht. Porsche etwa skizzierte 2011 zwei Ideen für einen Angriff auf Ferrari und für ein Einsteigermodell. Inzwischen ist das alles vom Tisch.
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StuttgartDer Sportwagenbauer Porsche tritt in seiner groß angelegten Wachstumsstrategie bei Ideen für weitere neue Modelle auf die Bremse. „Wir haben im Rahmen unserer Strategie natürlich auch überprüft, in welchen Segmenten wir noch zu Hause sein könnten“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Aber Porsche habe erst eine Vielzahl neuer Produkte auf die Schiene gesetzt und wolle diese nun erfolgreich in den Markt bringen. „Und dann können wir uns um die neuen Segmente kümmern, die für Porsche eventuell von Interesse sein könnten.“

Das Unternehmen hatte 2011 mit Plänen für einen offenen Zweisitzer (Roadster) und einen Luxussportwagen im Ferrari-Segment von sich Reden gemacht. Beides sei nicht mehr aktuell, sagte Maier. Der Roadster hätte die Porsche-Preispalette weiter senken sollen, die derzeit bei etwa knapp 50 000 Euro beginnt. Als Vorbild war der historische 550 Spyder gedacht, den einst Filmstar James Dean fuhr.

Porsche-Chef Matthias Müller - erklärter Fan des 550 Spyder - hatte zur Automesse IAA im vergangenen September angekündigt, dass er auf einen Startstuss für das Einsteigermodell noch im Jahr 2011 hoffe. In der Absage sieht Vertriebschef Maier nun keine 180-Grad-Wende.

„Es gab ja für die mögliche Neuauflage eines Spyder keinen verabschiedeten Plan, den wir jetzt auf Eis gelegt haben. Sondern wir haben uns im Rahmen unserer Strategie Mega- und Meta-Trends angeschaut. Wir haben dabei Segmente identifiziert, die für Porsche interessant sein könnten.“ Am Ende habe Porsche die Idee verworfen.

Maier erteilte dem für Porsche günstigen Segment auch generell eine Absage: „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird es einen Porsche für 30 000 Euro nicht geben können. Die Zeit ist einfach nicht reif dafür.“ Porsche hatte außerdem über einen Ferrari-Konkurrenten laut nachgedacht. Dieser sollte die Preislücke zwischen dem teuersten 911 bei etwa 250.000 Euro und dem beschlossenen Supersportler 918 für 750.000 Euro schließen. Doch auch dieses Luxusauto für etwa 400.000 Euro stehe nicht mehr zur Debatte. „Dazu gibt es derzeit definitiv keine Entscheidung.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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