Porsche profitiert noch immer vom Cayenne
Deutsche Luxus-Karossen in den USA weiter beliebt

Während sich Porsche, Mercedes und BMW über gute Absatzzahlen in den USA freuen können, haben die Hersteller von Massenware wie Volkswagen so ihre Schwierigkeiten. Die Autos des Wolfsburger Volkswagen-Konzerns, traditionell auf Klein- und Mittelklassewagen spezialisiert, verkauften sich im Oktober in den USA nicht so häufig wie noch vor einem Jahr.

HB DETROIT. Insgesamt zeigte sich der US-Automarkt nach dem Boom im dritten Quartal im Oktober etwas verhaltener. So ging die aufs Jahr hoch gerechnete Absatzzahl auf etwa 15,7 Mill. Autos und leichten Nutzfahrzeugen von noch 18,9 Mill. im August zurück. „Wir hatte ein so starkes drittes Quartal, dass ein gewisser Rückgang im Oktober vernünftiger Weise zu erwarten war“, sagte Paul Ballew, der für Marktführer General Motors (GM) die Entwicklung des Marktes analysiert. Auch würden die neuen Modelle des Jahrgangs 2004 mit weniger Kaufanreizen oder Preisnachlässen versehen.

Ford-Motor-Analyst Jarlath Costello sagte, angesichts des wirtschaftlichen Umfelds sei im weiteren Jahresverlauf mit einer Beschleunigung der Absatzzahlen zu rechnen. „Die Wirtschaft beginnt alle Zylinder zu starten“, sagte er mit Blick auf die aufs Jahr hoch gerechnete US-Wachstumsrate im dritten Quartal von 7,2 %.

Branchenführer GM wies für Oktober einen Absatzrückgang um 7,7 % auf 356 493 Fahrzeuge aus. Ford nannte einen Rückgang von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 263 480 Einheiten. Dagegen konnte die zu DaimlerChrysler gehörende Chrysler-Group die Verkäufe um 10,7 % auf 166 262 Modelle steigern. Der Oktober hatte in diesem Jahr genau so viele Verkaufstage wie 2002.

Von den deutschen Autobauern konnte Daimler-Chrysler mit der Marke Mercedes-Benz den Absatz um 2,1 % auf 19 273 Fahrzeuge steigern. Ein Plus von 84 % auf 2655 Einheiten beim Absatz verbuchte Porsche. Der Stuttgarter Sportwagenhersteller verdankte den Zuwachs vor allem dem Geländesportwagen Cayenne. BMW verbesserte seine Verkäufe um 15,5 % auf 22 685 Einheiten.

Schwieriger stellte sich die Lage für den Volkswagen-Konzern dar. Audi konnte mit 6631 verkauften Autos den US-Absatz im Oktober knapp halten (minus 0,3 %). Die Marke VW hatte dagegen einen Verkaufsrückgang um 5,4 % auf 23 787 Einheiten zu verkraften.

Der größte japanische Automobilkonzern Toyota festigte seine Position mit einem Absatzplus von 11,7 % auf 151 157 Fahrzeuge. Auch Nissan konnte um 18,3 % auf 68 046 Einheiten zulegen. Dagegen musste Mitsubishi einen Absatzverlust über 30,5 % auf noch 16 282 Einheiten hinnehmen.

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