Porsche hat bewegte Jahre hinter sich. Dass nun mit Martin Winterkorn der Chef von VW den Vorsitz führt, dürfte viele Mitarbeiter immer noch missfallen. Ein schneller Überblick, wie es dazu kommen konnte.
Ferdinand Porsche machte sich 1931 in Stuttgart nach einer Anstellung bei Daimler selbstständig. Er konstruierte 1934 den VW-Käfer und legte so den Grundstein für den Volkswagenkonzern
Finanziell trafen sich beide Konzerne 2005 wieder. Porsche stieg mit zunächst 20 Prozent bei Volkswagen ein und erhöhte seinen Anteil bis 2009 auf knapp 51 Prozent.
Der profitable, aber im Vergleich zu VW kleine Sportwagenbauer verschluckte sich in der Finanzkrise jedoch an der geplanten VW-Übernahme und konnte nur durch Milliardenkredite gerettet werden.
Nach der Krise ist Porsche wieder auf einem guten Weg. Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis zum 31. Dezember 2010 erzielte der Konzern ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 1,286 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr 2009/10 wies Porsche ein negatives Ergebnis von minus 454 Millionen aus
Porsche ist vor allem auf dem amerikanischen und dem chinesischen Markt wieder stark. Im Mai lieferte der Autobauer weltweit über zwei Drittel mehr Fahrzeuge aus als im Vorjahresmonat
Im Frühjahr hat Porsche über eine Kapitalerhöhung 4,9 Milliarden Euro eingesammelt, um so den gigantischen Schuldenberg zu drücken
Der Schritt gilt als Etappe auf dem Weg zur Verschmelzung mit VW, die eigentlich für 2011 geplant ist. Die Fusion ist allerdings nicht sicher. So laufen in Stuttgart Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ehemalige Porsche-Manager wegen des Machtkampfs mit VW.