Porzellan-Hersteller
Rosenthal kämpft um seine Zukunft

Das Drama um den insolventen Porzellanhersteller Rosenthal geht in eine neue Runde: Nach der Insolvenz laufen die Gespräche über den Verkauf des Unternehmens auf Hochtouren. Rosenthal braucht dringend frisches Geld - mit dem operativen Geschäft geht es rapide bergab.

MÜNCHEN. Das Drama um den insolventen Porzellanhersteller Rosenthal geht in eine neue Runde. Nachdem am vergangenen Freitag das Unternehmen Insolvenz beantragt hatte, laufen die Gespräche über den Verkauf weiter auf Hochtouren. "Wir werden alles tun, um die Verhandlungen voranzubringen", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm gestern in Selb. Über die Identität des Investors sagte Böhm nichts. Der Rechtsanwalt hofft, den Verkauf innerhalb des vorläufigen Insolvenzverfahrens über die Bühne zu bringen. Dazu hat er rund drei Monate Zeit.

Rosenthal musste in die Insolvenz, nachdem in der vergangenen Woche der britische Mutterkonzern Waterford Wedgwood Gläubigerschutz angemeldet hatte. Dennoch wollen Insolvenzverwalter Böhm und Rosenthal-Geschäftsführer Ottmar Küsel die Gespräche mit dem potenziellen Investor weiterführen. Man sei "relativ zuversichtlich", das Unternehmen als Ganzes zu erhalten.

Rosenthal braucht dringend frisches Geld. Mit dem operativen Geschäft geht es rapide bergab. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 sank der Umsatz erneut um fast sechs Prozent auf 71 Mio. Euro, der operative Verlust liegt bei 7,1 Mio. Euro. Auch der britische Mutterkonzern ist tief in die roten Zahlen gerutscht, die einsetzende Rezession in Großbritannien und Spanien haben Mutter und Tochter zudem das Weihnachtsgeschäft verhagelt. Kredite von den Banken gibt es nicht mehr.

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