Porzellanbranche
Übernahme bewahrt KPM vor der Pleite

Der angeschlagene Porzellanhersteller KPM ist an eine Holding des Berliner Unternehmers und Gesellschafters der Allgemeinen Beamtenkasse, Jörg Woltmann, verkauft worden. Damit hat das seit 2004 dauernde Regiment des Kaiser-Urenkels Franz Wilhelm Prinz von Preußen ein Ende.

HB BERLIN. Die Gesellschaftsanteile seien bereits am vergangenen Freitag vollständig übernommen worden, teilte Woltmanns Sprecher Walter Hagemann am Montag in Berlin mit. In Kürze werde eine neue Geschäftsführung berufen. Die traditionsreiche Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) beschäftigt derzeit noch rund 170 Mitarbeiter.

Zu den Modalitäten der Übernahme wollte sich Woltmann nicht äußern. Zunächst einmal solle in der KPM Ruhe einkehren. „Woltmann plant, mit einer langfristig angelegten Marketingstrategie den Status der Manufaktur als Luxusmarke weiter auszubauen“, erklärte Hagemann. Mit der Übernahme sei die drohende Insolvenz der KPM abgewendet worden. 2004 war das ehemals staatliche Traditionsunternehmen von der Investitionsbank Berlin (IBB) für rund drei Mill. Euro an eine Holding um den Kaiser-Urenkel Franz Wilhelm Prinz von Preußen verkauft worden. Wenige Monate danach geriet der Betrieb in Schwierigkeiten.

Derzeit erwirtschaftet die KPM einen Jahresumsatz von rund neun Mill. Euro. Nach früheren Berichten will Woltmann fünf Mill. Euro investieren und das Traditionsunternehmen innerhalb von drei Jahren in die Gewinnzone führen.

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