Porzellanhersteller
Das Wettbieten um Rosenthal kann beginnen

Rosenthal darf sich selbst zum verkauf stellen: Der Weg für den Verkauf des insolventen Porzellanherstellers an einen strategischen Investor ist frei. Der wichtigste Gläubiger hat sein Okay gegeben. Interessenten gibt es offenbar genug.

HB SELB. Insolvenzverwalter Volker Böhm hat sich mit dem Hauptgläubiger, der Bank of America, über die Konditionen des Verkaufs geeinigt. Die Einigung umfasse auch die Freigabe sämtlicher Sicherheiten einschließlich der Markenrechte. Bei Gesprächen in den USA habe er zudem eine Fristverlängerung bis Ende Juli erreicht, berichtete Böhm am Dienstag. Bis dahin müsse der Kaufpreis allerdings bezahlt sein.

Böhm spricht derzeit mit vier ernsthaften Kaufinteressenten. „Die Verhandlungen machen gute Fortschritte“, betonte Böhm. Am weitesten fortgeschritten seien die Gespräche mit dem italienischen Topf- und Besteckhersteller Sambonat Paderno, die bereits vor der Insolvenz Anfang Januar begonnen hatten. „Der Verkauf ist unterschriftsreif“, erklärte Böhm in einer Mitteilung. „Sobald die Finanzierung steht, können wir abschließen.“.

Die Rosenthal AG hat bei der Bank of America 36 Mio. Euro Schulden. Hinzu kommen zehn Mio. Euro der amerikanischen Rosenthal-Tochter. Als Kaufpreis sind zwischen 15 und knapp 20 Mio. Euro im Gespräch. Die bayerische Landesbank und eine weitere nicht genannte ausländische Bank wollen für die Ablösung der Schulden bei der Bank of America Kredite in Höhe von 20 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Der Freistaat Bayern unterstützt die Rettung des weltweit bekannten Porzellanherstellers mit fünf Mio. Euro.

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