Porzellanhersteller
Türkische Firma bietet bei Rosenthal mit

Im Wettbewerb um die Übernahme der insolventen Rosenthal AG hat der türkische Porzellanhersteller Kütahya Seramik Porselen ein erneutes Angebot vorgelegt. Der türkische Marktführer gehört neben dem italienischen Topf- und Besteckhersteller Sambonet Paderno zu den vier möglichen Investoren.

HB SELB/MÜNCHEN. Dies bestätigte ein Rosenthal-Sprecher am Freitag, dass der türkische Marktführer neben dem italienischen Topf- und Besteckhersteller Sambonet Paderno zu den vier möglichen Investoren gehört. Die Namen der weiteren Bieter sind bislang nicht bekannt.

"Sollte sich das Angebot als ernsthaft erweisen, wäre das hochinteressant", sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters, Christoph Möller, zu einer Mitteilung der Deutsch-Türkischen Wirtschaftsvereinigung aus München. Zur Höhe des Angebots wollte sich Möller nicht äußern. Sambonet Paderno bietet nach letzten Informationen 19 Mio. Euro.

Der Vertrag ist unterschriftsreif, allerdings ist die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt. Die Wirtschaftsvereinigung hatte am Donnerstagabend unter Berufung auf Kütahya-Chef Rüstü Düver berichtet, der türkische Interessent würde Sambonet überbieten.

Die Gespräche mit den Investoren stehen unter enormem Zeitdruck. Bis Ende Juli müsse der Kaufpreis gezahlt sein, betonte Möller. Ansonsten sei der Insolvenzverwalter gezwungen, den Rosenthal-Hauptgläubiger, die Bank of America, auszuzahlen, der die Rosenthal-Markenrechte als Sicherheit hält. Die Forderungen der Bank of America belaufen sich auf 36 Mio. Euro.

Der langjährige Rosenthal-Vorstandschef Ottmar C. Küsel hatte am Donnerstagabend eine Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigt, dass er im Falle einer Einigung mit Sambonet seine Aufgabe als erfüllt ansehe und sein Amt niederlege. "Ich habe die Insolvenzverwaltung bei den verschiedenen Investorengesprächen beratend unterstützt mit dem Ziel, möglichst viele Arbeitsplätze an den Standorten Selb und Speichersdorf zu erhalten", erklärte Küsel in einer Mitteilung. Küsel stand 18 Jahre lang an der Spitze des Unternehmens.

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