Positive Bilanz für 2004 - Höhere Stromkosten prognostiziert
Fusion zahlt sich für Vattenfall Europe aus

Vattenfall Europe hat Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2004 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Der drittgrößte deutsche Energiekonzern erntet damit die Früchte aus dem Zusammenschluss der Stromanbieter in Berlin, Hamburg und den neuen Ländern.

HB BERLIN. Das operative Ergebnis habe sich im Geschäftsjahr 2004 um 50 % auf 545 Mill. € (2003: 365 Millionen) verbessert, sagte Vorstandschef Klaus Rauscher am Dienstag in Berlin. Unterm Strich blieb ein Überschuss von 264 Mill. € übrig, gegenüber einem Verlust von 139 Mill. im Fusionsjahr 2003. Der Umsatz stieg um 27 % auf 10,7 Mrd. € (2003: 8,5 Milliarden).

Die Verschmelzung der regionalen Stromversorger Bewag, HEW und VEAG sowie des Braunkohleförderers Laubag sei organisatorisch und wirtschaftlich abgeschlossen, sagte Rauscher. Auch der Personalabbau sei im Wesentlichen beendet. Derzeit sind in dem Konzern bundesweit noch 21 000 Menschen tätig, knapp 20 % weniger als vor der Fusion. Das positive Ergebnis geht nach Rauschers Worten zu drei Vierteln auf das Kostensenkungsprogramm zurück.

Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet Vattenfall eine weiterhin positive Entwicklung. Im ersten Quartal habe sich der Umsatz auf 2,3 Mrd. € erhöht (Vorjahreszeitraum: zwei Milliarden), sagte Rauscher. Dabei stieg das operative Ergebnis auf 470 Mill. € (296 Millionen). Der Anstieg gehe auf höhere Preise auf dem Großhandelsmarkt zurück.

Die Preise für Privatkunden sollen stabil bleiben, versprach der Vattenfall-Europe-Chef. Zu Jahresanfang hatte die Tochter des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall wie die anderen großen Energiekonzerne die Stromkosten für Privatverbraucher um vier bis fünf Prozent erhöht. Die geplanten Kohlekraftwerke im ostsächsischen Boxberg und in Hamburg sollen bis zum Ende des Jahrzehnts fertig sein.

Als Belastung wertet Vattenfall die mit dem Erneuerbare-Energie- Gesetz (EEG) verbundene Pflicht zur Einspeisung von Strom aus Windenergie ins Netz. Fast die Hälfte der bundesweit installierten Windkraftanlagen stehen laut Rauscher im Einzugsgebiet von Vattenfall. Durch die Schwankungen bei der Versorgung mit Windenergie leide die Stabilität des Netzes. Außerdem sei das innerdeutsche Netz für den Transport des Windstroms in die Verbraucherzentren in West- und Süddeutschland nicht ausgelegt. Vattenfall müsse deshalb rund 360 Kilometer Hochspannungsleitungen legen.

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