Positive Entwicklung
Thielert verbucht starkes Halbjahr

Der Hamburger Motorenhersteller Thielert hat im ersten Halbjahr des laufenden Jahres Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Angesichts der bereits guten Entwicklung bekräftigte das Management zudem die Jahresprognosen. Einen Bericht des Handelsblatt, dass der Großaktionär Diamond das Unternehmen verklagt habe, bestätigte der Konmzern nicht.

HB HAMBURG. Der Flugzeugmotorenhersteller Thielert hat Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Bei um 74 Prozent auf 41 Millionen Euro erhöhten Umsatzerlösen schnellte das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) binnen Jahresfrist um knapp 90 Prozent auf 9,1 Millionen Euro, wie Thielert am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Unter dem Strich kletterte der Gewinn von Januar bis Juni um 71 Prozent auf 4,7 Millionen Euro.

Thielert teilte mit, nach der guten ersten Jahreshälfte erwarte der Vorstand auch für das zweite Halbjahr eine positive Entwicklung in allen Geschäftsbereichen, und bekräftigte das Ziel einer Umsatzsteigerung um 50 Prozent auf 95 Millionen Euro in diesem Jahr.

Zudem teilte das Unternehmen mit, dass keine Schadenersatzklage ihres Kunden Diamond Aircraft vorliegen. Eine entsprechende Klage werde auch keinen Erfolg haben, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Thielert am Mittwoch zur Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Denn der Flugzeugmotorenhersteller habe die der Auseinandersetzung zugrunde liegenden Rückrufkosten nicht zu verantworten.

Thielert regierte damit auf einen Bericht in der Zeitung „Handelsblatt“. Dort heißt es, dass Diamond Aircraft die Kosten für eine vom Luftfahrtbundesamt Braunschweig verordnete Rückrufaktion vom Flugzeugmotorenhersteller Thielert ersetzt haben möchte.

„Gleichwohl wissen wir aus unseren Gesprächen, dass Diamond diese Kosten gerne von uns erstattet haben möchte“, sagte Thielert. Eine entsprechende Zahlung schloss er aber aus. Schließlich habe das Luftfahrtbundesamt Diamond den Rückruf aufgetragen und nicht Thielert. Und damit liege die Verantwortung eindeutig bei Diamond. „Wir haben vom Luftfahrtbundesamt keine Aufforderung bekommen, unsere Motoren zu verändern“, sagte Thielert.

Hintergrund ist laut „Handelsblatt“ ein Unfall auf dem Flughafen in Speyer. Bei einem Flugzeug von Diamond sind beide Motoren kurz nach dem Start ausgefallen. Als Grund machte das Bundesamt einen Spannungsabfall ausfindig und verlangte von Diamond die Nachrüstung der Flugzeuge mit einer zweiten Batterie, die künftig Schwankungen bei Spannungen auffangen soll.

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