Positiver Ausblick
Dürr schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Stuttgarter Anlagenbauer Dürr ist nach neun Monaten 2003 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt und erwartet für das Gesamtjahr nun einen leichten Umsatzanstieg.

HB STUTTGART. Im dritten Quartal sei ein Ergebnis von 10,2 (Vorjahr: 9,9) Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet worden, teilte der Hersteller von Lackierstraßen und Montagebändern am Donnerstag mit. In den ersten neun Monaten schrieb Dürr mit 5,3 Millionen Euro vor Steuern damit wieder schwarze Zahlen. Vor einem Jahr stand wegen Restrukturierungskosten noch ein Verlust von 5,7 Millionen Euro zu Buche. Auch nach Steuern fiel das Ergebnis mit 2,7 (minus 3,0) Millionen Euro wieder positiv aus. Die größten Ergebnisbelastungen kommen auf Dürr im vierten Quartal aber erst noch zu. Trotz der dann zu Buche schlagenden Kosten für die Sanierung der Tochter Carl Schenck soll das Ergebnis in diesem Jahr über der Null-Linie bleiben.

Der Umsatz stieg in den ersten drei Quartalen um 7,3 Prozent auf 1,53 Milliarden Euro, der Auftragseingang erhöhte sich dank eines Großauftrags von General Motors um 8,1 Prozent auf 1,92 Milliarden Euro. Bei gleich bleibenden Wechselkursen wären die Zuwächse noch höher ausgefallen. Das macht Dürr Hoffnung auf einen Umsatz, der 2003 leicht über dem Vorjahresniveau von 2,08 Milliarden Euro liegt. Bisher erwartete Dürr stagniernde Umsätze. Die fünf Geschäftsbereiche seien aber unterschiedlich stark ausgelastet, warnte das Unternehmen.

Während das angestammte Geschäft mit Lackieranlagen und mit Endmontagebändern für die Autoproduktion Umsatzzuwächse zeigte, stagnierten die Umsätze in der Messtechnik-Sparte, die einen operativen Verlust von 2,8 (minus 7,9) Millionen Euro auswies. Im Oktober hatte Dürr beschlossen, die unterausgelastete Vorfertigung bei der Darmstädter Messtechnik-Tochter Schenck mit 350 Mitarbeitern zu schließen. Das koste 18 Millionen Euro, die im vierten Quartal verkraftet werden müssen. „Wir arbeiten mit aller Kraft daran, Kosten zu senken, unsere Geschäftsprozesse zu verbessern und das Standort- und Produktportolio zu optimieren. Nur so können wir unsere Ertragsziele erreichen“, sagte der neue Vorstandschef Stephan Rojahn. Im vergangenen Jahr hatte Dürr gut 22 Millionen Euro nach Steuern verdient.

Die in den Kleinwerte-Index SDax abgerutschte Dürr-Aktie lag zum Handelsauftakt auf dem Frankfurter Parkett mit 17,70 Euro 0,6 Prozent über Vortag.

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